„Lebenslust 2“ – Ausstellung von Ilona Nolte in der Bassumer Volksbank

Das pralle Leben

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Maik Bandorski (v.l.), Ilona Nolte und Gudrun Lösche präsentieren die Ausstellung „Lebenslust 2“ in der Volksbank.

Bassum - Von Dagmar Voss. Ein herzlich lachender Prinz Charles, umrahmt von ebenso offen lachenden Ladys, der Queen und Camilla. „Charly“ zeigt mit dem Finger auf den Betrachter, alle drei scheinen sich über ihn lustig zu machen. In den Bildern von Ilona Nolte spielt das pralle Leben die Hauptrolle.

Der Betrachter sieht offensichtlich belustigte Damen beim herzhaften Schwatz in der Sauna, ältliche Damen und Herren beim Stricken, tanzende Pärchen, versonnen, nachdenklich oder bestens vergnügt. Farbenprächtig mit genauem Blick aufs Befinden ihrer Modelle hat die Künstlerin aus dem Nordhessischen Persönlichkeiten abgebildet, mal etwas skurrile Typen, mal leicht schrullig oder auch versunken, nachdenklich. Knapp 50 Gemälde von ihr sind seit Donnerstag in der Volksbank Bassum ausgestellt mit dem Titel „Lebenslust 2“ – was ahnen lässt, dass es sich nicht um die erste Serie von Bildern zum Thema handelt.

Zur Vernissage begrüßten das Bassumer Kulturforum und Vertreter der Bank die Malerin und zahlreiche Gäste. „Das sind besondere Bilder für mich, auch wenn ich nicht so der Kunstinteressierte bin“, sagte Filialleiter Maik Bandorski und fuhr schmunzelnd fort: „Die Männerrunde hängt leider ganz hinten, die, in der ich mich in ein paar Jahrzehnten sehen könnte.“

Gudrun Lösche vom Kulturforum, deren Dank sich ausdrücklich an die Volksbank richtete, erklärte das Fehlen eines Laudators: „Die Künstlerin hat keinen gewünscht, und in der Tat, die Bilder sprechen für sich – wenn ich in die Runde schaue, sehe ich nur fröhliche Gesichter.“ Sie wünschte den Kunden des Geldinstituts, die hier schwierige Geschäfte zu tätigen hätten, eine ebensolche Reaktion zur Erleichterung des Geschehens.

Neben dem Rednerpult hatte das Bild eines älteren Herren mit Akkordeon seinen Platz gefunden – und passend dazu etwas erhöht griff Florian Oberlechner tatsächlich in die Tasten seines Instruments und verstärkte musikalisch die Wirkung der Werke. Zu eigenen, leicht jazzigen Kompositionen gesellte sich auch „ein bisschen Bach“, wie der Musiker lächelnd meinte.

Aus Bremen war der 20-jährige Niklas Kühl mit seiner kunstinteressierten Großmutter zur Ausstellung angereist und zeigte sich angetan: „Das wirkt modern und kraftvoll, es ist was ganz anderes und spricht mich an – auch wenn ich es mir nicht aufhängen würde.“ Allerdings zieren seine Wände Gemälde seiner Großmutter, die in Stuhr schon ausgestellt hat.

Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Oktober in der Schalterhalle der Bassumer Volksbank zu sehen – immer zu den regulären Öffnungszeiten.

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