Landwirt aus Döhren holzt 150 Jahre alten Baumbestand ab

„Unsere Sache – Ende der Durchsage“

Die gefällten Bäume sind am Straßenrand gestapelt.
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Die gefällten Bäume sind am Straßenrand gestapelt.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Die Anwohner in Döhren trauten am Donnerstag ihren Augen nicht, denn auf einem etwa 3500 Quadratmeter großen Waldgrundstück steht nicht mehr ein Baum. Die etwa 150 Jahre alten Eichen und Buchen sind der Kettensäge zum Opfer gefallen. Das Holz liegt gut sichtbar am Straßenrand gestapelt.

„Mir standen die Tränen in den Augen“, sagt Friedrich Schröder. Denn die Bäume habe sein Urgroßvater gepflanzt. Tragisch: Vergeblich hätte er im Sommer versucht, seinen Vater und seinen Onkel von der Fällaktion abzubringen.

Hintergrund der Aktion soll seiner Meinung nach ein Grenzstreit sein. „Mein Vater war aufgefordert worden, die Bäume am Zaun zu beschneiden“, erzählt er. Warum daraufhin der ganze Wald dran glauben muss? „Aus Trotz“, vermutet Schröder.

Er sei im Sommer von Nachbarn seines Vaters angesprochen worden, ob er wisse, dass die Brüder planen, die Bäume zu fällen. Mittlerweile sei sein Vater pflegebedürftig. Der Onkel kümmert sich um den Hof. Auf unsere Anfrage sagte er: „Wir brauchen das Holz. Was wir machen, ist unsere Sache. Ende der Durchsage.“ Folgen wird diese Aktion nur dann haben, wenn die Fläche gerodet wird, erklärt Uwe Allhausen vom Team Naturschutz beim Landkreis Diepholz. „Man darf Bäume auf seinem Grundstück fällen, wenn das Ziel die Wiederaufforstung ist. Das Grundstück darf aber nicht in Ackerfläche verwandelt werden.“ Eine Wiederaufforstung könne allerdings auch auf natürlichem Wege erfolgen. „Wir werden das kontrollieren“, so Allhausen.

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