Zusätzliche Parkplätze geschaffen

Neue Landestelle für Notfälle am Bassumer Krankenhaus

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Es ist vollbracht: Am Krankenhaus Bassum können Hubschrauber landen. Zusätzlich wurde mehr Parkraum geschaffen. Das feiern (v.l.) Architekt Henning Rosner (l.), Landrat Cord Bockhop, Geschäftsführer Uwe Lorenz, Bürgermeister Christian Porsch sowie der technische Leiter Udo Kraft.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Landrat Cord Bockhop hatte Glück und ergatterte einen Parkplatz in der ersten Reihe. Andere Teilnehmer der gestrigen Feierstunde zur offiziellen Freigabe der neuen Hubschrauberlandestelle und zusätzlicher Parkplätze am Bassumer Krankenhaus mussten einen etwas längeren Fußweg in Kauf nehmen.

Glück oder Pech – „eines ist sicher: Am Krankenhaus sind nun genügend Parkplätze vorhanden“, so Bockhop.

Und das sei nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Alexianern zu verdanken, die zusammen etwas mehr als 50 neue Stellflächen am Standort Marie-Hackfeld-Straße errichtet haben.

Trotz des Schmuddelwetters ließen es sich die Vertreter von Klinik und Stadt nicht nehmen, die Freigabe gebührend zu feiern. Allen voran Geschäftsführer Uwe Lorenz und Bürgermeister Christian Porsch. Mitten auf der Landefläche waren Stehtische und Schirme aufgebaut, Getränke und eine heiße Suppe vorbereitet. „Wir machen es kurz“, versprach Lorenz und hielt Wort. Er freue sich, Landestelle und Parkplätze offiziell freigeben zu können.

Erste Gespräche im Jahr 2015

Christian Porsch brauchte ein kleines bisschen länger. Erste Gespräche zwischen allen Beteiligten hatte es bereits 2015 gegeben, holte er aus. Die Verwaltung hatte damals Vertreter von Alexianern, Rettungswache, Kirche, von Curata und Gesundheitszentrum eingeladen. „Jeder verwies darauf, seiner Pflicht nachzukommen und ausreichend Parkplätze vorzuhalten“, erinnerte Porsch. Das Problem war nur, dass trotzdem welche fehlten. Mit dem Resultat, dass es vor allem an den Vormittagen regelmäßig ein Verkehrschaos gab.

Umso mehr freut sich Porsch, dass das Gemeinschaftswerk nun geglückt sei. Hinzugekommen sind etwas mehr als 50 neue Stellplätze. Die Klinik hat Flächen auf dem hinteren Areal erstellt, die Stadt entlang des Friedhofs (wir berichteten). „Was nun noch fehlt, sind überdachte Stellplätze für Fahrräder, so Porsch. „Da arbeiten wir dran.“

Landrat lobt Weitsicht der Klinik

Zusätzlich hob der Bürgermeister die Landestelle für Hubschrauber hervor. Diese stärke den Standort Bassum. Er lobte das Krankenhaus als den größten Arbeitgeber Bassums.

„Ein Krankenhaus ohne Landemöglichkeit wäre ein Qualitätsnachteil gewesen“, meinte Landrat Cord Bockhop. Er lobte die „Weitsicht“, die Uwe Lorenz als Geschäftsführer bewiesen habe. Dieser hatte auf den Bestandschutz gepocht und so erreicht, was „neu nicht geklappt hätte“, ist Bockhop überzeugt.

Zum Hintergrund: Das Krankenhaus Bassum hatte vor Jahren schon einmal eine Landestelle an anderer Stelle. Neue Genehmigungen werden heute nicht ohne Weiteres erteilt. Der Gesetzgeber macht aber bei allen eine Ausnahme, die schon mal eine Landestelle gehabt haben. Das gilt übrigens auch für die Klinikstandorte Sulingen und Diepholz.

Unfallchirurgie ab 2019 geplant

Für Bassum sei die Anflugmöglichkeit besonders wichtig, denn der Klinikverbund plant, dort 2019 die Unfallchirurgie anzusiedeln. Derzeit würden fünf zusätzliche Operationssäle gebaut.

Auf der Fläche können auch größere Hubschrauber landen mit einer Aufpralllast bis zu zwölf Tonnen. Die Fläche ist 15 mal 15 Meter groß, plus 3,5 Meter umlaufende Sicherheitszone. Eine Ausleuchtung beziehungsweise Befeuerung des Platzes ist nicht erforderlich, da die Helikopter dort nur am Tag starten und landen dürfen.

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