Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr informiert über zweiten Bauabschnitt

Ausbau der L776 frühestens in zwei Jahren

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Die Arbeiten schreiten voran. Der erste Bauabschnitt soll im Frühjahr beendet sein.

Bassum - Von Frauke Albrecht. An Unannehmlichkeiten sind die Anwohner der Landesstraße L776 der Ortsdurchfahrt Bassum gewöhnt. Vermutlich stellten sie aus diesem Grund am Montagabend kaum Fragen. Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Nienburg hatten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um über den geplanten zweiten Bauabschnitt des Ausbaus der L776 zu berichten. Mit dem Bau würde frühestens in zwei Jahren begonnen. Die meisten Zuhörer waren allerdings mehr am ersten, derzeit laufenden Bauabschnitt interessiert. Die Straße ist von der Ortsdurchfahrt bis zur Lange Straße gesperrt.

Wann die Straße denn endlich fertiggestellt sei, wollte eine Zuhörerin wissen. „Nächstes Frühjahr“, antwortete der stellvertretende Leiter des Geschäftsbereiches, Dietmar Thomsik.

Ein weiterer Zuhörer meldete sich und kritisierte, dass in Höhe der Straße Auf dem Brunnen keine Querungshilfe vorgesehen sei. Die Bewohner des dort ansässigen Seniorenheims – die meisten seien auf Rollatoren angewiesen – würden nicht über die Straße zur Freudenburg gelangen. Die nächste Querung sei erst an der Brücke beim NWDSB. „Das ist doch viel zu weit für uns“, meinte der Zuhörer. Thomsik versprach, sich diesen Punkt noch einmal mit den Planern anzuschauen.

Ob der Verkehr während des zweiten Bauabschnitts später wieder über die Amtsfreiheit geleitet würde, wollte eine andere Zuhörerin wissen. „Die Straße ist arg in Mitleidenschaft gezogen worden“, so die Anwohnerin. Außerdem würde das Durchfahrt-verboten-Schild für Lastwagen ignoriert.

Eine Umleitung über die Straße sei zumindest im zweiten Bauabschnitt nicht geplant, so Thomsik. „Wir stehen ganz am Anfang unserer Planung. Heute geht es nur um eine erste Information.“ Anfang nächsten Jahres wolle man die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beantragen. Das Verfahren selbst könne ebenfalls dauern. Und dann müsse man abwarten, ob Gelder vorhanden sind. „Wir werden nicht in den kommenden zwei Jahren mit dem Bau beginnen“, so Thomsik.

Warum die Maßnahme überhaupt? Weil die Straße in Teilbereichen nicht mehr tragfähig ist.

Diplom-Ingenieur Jürgen Callies stellte die Planung vor: „Auf einer Länge von 600 Metern wird die komplette Fahrbahn erneuert.“ Zwischen Amtsfreiheit und Hausnummer 17 wird auf der Nordseite auch der Gehweg erneuert. Radler sollen später auf der Straße fahren dürfen. Dementsprechend wird es einen Radfahrstreifen geben.

Die vorhandenen Linden seien aller Wahrscheinlichkeit nicht zu halten. Ersatzanpflanzungen seien vorgesehen. Auch die Zufahrt zu den Grundstücken wolle man sicherstellen. Ob Grundstückseigentümer einen kleinen Teil ihrer Grundstücke für den Ausbau zur Verfügung stellen müssen, werde man zu gegebener Zeit mit den Betroffenen im Detail erörtern, hieß es.

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