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L332: Radweg lässt auf sich warten

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Von: Anika Seebacher

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Ortsschild Neubruchhausen mit Blick auf die Straße
Der Radwegbau an der L332 wird dieses Jahr vermutlich nichts mehr. © Schiermeyer

Das Warten geht weiter. In diesem Jahr wird der Bau des Radwegs an der L332 vermutlich nicht fertiggestellt. Noch sind nicht alle Regularien erledigt.

Neubruchhausen – Viereinhalb Kilometer ist der Radweg lang, der Neubruchhausen und Osterbinde entlang der L332 verbinden soll – ein Vorhaben, bei dem nun ein weiterer Schritt genommen ist. Am Dienstag endete die zweiwöchige Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses. Auf Nachfrage erklärt Bassums Bauamtsleiter Martin Kreienhop, dass binnen dieser Frist nur wenige Bedenken eingereicht worden seien.

„Ich sehe keinerlei rechtliche Probleme“, sagt Kreienhop. Das bedeutet jedoch nicht, dass schon bald Baufahrzeuge anrücken. Denn der Planfeststellungsbeschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Zum weiteren Zeitplan erläutert Kreienhop: „Die Unterlagen gehen jetzt zurück zum Landkreis.“ Darüber hinaus sei der kommunale Haushalt noch nicht genehmigt und ein Förderantrag in Bearbeitung. Dieser soll einen Teil der Kosten decken, die die Stadt Bassum trägt. Das Land Niedersachsen übernimmt die andere Hälfte der Baukosten.

Erst wenn alle Regularien erfüllt seien, könne die Ausschreibung erfolgen, so der Bauamtsleiter. „Ich gehe davon aus, dass wir im Spätsommer ausschreiben und zum Herbst mit dem Radweg anfangen können“, gibt er eine Prognose, weist aber zugleich darauf hin, dass der Zeitplan seine persönliche Hoffnung sei. „Ich bin da vorsichtig geworden“, macht Kreienhop mit Blick auf die zahlreichen Verzögerungen im Zusammenhang mit dem geplanten Radweg an der L332 deutlich. Eine Fertigstellung der Baumaßnahme sei ohnehin nicht für dieses Jahr absehbar gewesen.

Der geplante Radweg würde die Lücke des vorhandenen Radwegenetzes schließen und jeweils an den Ortseingängen enden. Dieser Abschnitt ist seit vielen Jahren von zahlreichen Beteiligten gewünscht, um die Gefahr für die Radfahrer entlang der Strecke zu mindern. Der Radweg werde die derzeitigen Verkehrsverhältnisse „wesentlich verbessern“, heißt es dazu im sogenannten Erläuterungsbericht. Dass sich das Bauvorhaben nun erneut verzögert, nimmt Neubruchhausens Ortsvorsteher Werner Wisloh enttäuscht zur Kenntnis: „Die Umstände sind halt so, wie sie sind“, kommentiert er eine entsprechende Mitteilung in den sozialen Medien. Er wolle weiter Druck im Stadtrat machen, „dass der Radweg zügig gebaut wird“, verspricht er dort.

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