„Kurzes Land“ Donnerstag im Bauausschuss

„Leute, bringt‘s zu Ende“

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Der Bauausschuss trifft sich am Donnerstag in Stövers Landgasthaus in Groß Henstedt. Archivfoto: Köhnken

Bassum - Von Maik Hanke. Eine vermeintlich unendliche Geschichte in Bassum, die der Fläche „Kurzes Land“ am Lindenmarkt an der Bahnhofstraße, wird am Donnerstag um ein Kapitel erweitert: Auf Vorschlag der Stadtverwaltung soll der öffentliche Bau-, Planungs-, Landwirtschafts- und Umweltausschusses für die Aufhebung des bisherigen B-Plans stimmen.

Nach Auffassung der Verwaltung ist der B-Plan rechtswidrig. In der Sitzungsvorlage heißt es unter anderem: „Der Rechtsfehler liegt in der Ausfertigung des Planes, die nicht erkennen lässt, wann dieser als Satzung beschlossen wurde.“ Trotz „ausgiebiger Recherche“ konnte außerdem kein Entwurfsplan einem Beschluss zugeordnet werden. Der Fehler sei bereits 1964 gemacht worden.

„Absurd“, findet Dr. Christoph Lanzendörfer, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Vor 50 Jahren gab es die Stadt Bassum in der heutigen Form noch überhaupt nicht.“ Er fragt sich, warum offenbar nur der Bebauungsplan für die Fläche „Kurzes Land“ rechtswidrig sei und nicht auch die B-Pläne auf anderen Flächen in ganz Bassum.

Auch Torsten Eggelmann, Vorstandsvorsitzender der Grünen und Mitglied des Bauausschusses, zweifelt daran, ob der Bebauungsplan tatsächlich rechtswidrig sei. „Ich würde den Plan unangetastet lassen“, sagt er. Er sei allerdings gespannt auf neue Informationen der Verwaltung. Eggelmann wolle nicht mit vorgefasster Meinung in die Abstimmung gehen.

Auch Hans-Hagen Böhringer, Fraktionsvorsitzender der CDU, ist auf die Argumentation der Verwaltung gespannt. Wenn sie aber zusammen mit dem Landkreis zu der Erkenntnis käme, dass der Bebauungsplan rechtswidrig sei, „dann nehme ich das so hin“.

Der „Urfehler“ solle beseitigt werden, findet Böhringer. Ihm ist es aber wichtig, dass mit der Aufhebung des alten Plans gleich ein neuer auf den Weg gebracht wird. Die Fläche „Kurzes Land“ müsse endlich abschließend geplant werden. Ganz wichtig sei ein konkretes Zeitfenster. , appelliert er.

Die Aufhebung des bisherigen B-Plans und die Aufstellung eines neuen – das könne laut Christoph Lanzendörfer bis zu zwei Jahre dauern. Viel zu lang, findet er. Wie die SPD am Donnerstag abstimmt, „das wird die Diskussion ergeben“.

„Ich hoffe, dass alle so vernünftig sind, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen“, sagt Hermuth Straßburg, Fraktionsvorsitzender des Bürger-Blocks. Der Fehler im B-Plan müsse berichtigt werden. „Alles andere würde wieder zu Stillstand führen.“

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