Künstlerinnen planen für den 18. Juli ein Kunst-Picknick im Stifts-Park Bassum

Kunst-Pfad aus dem Dornröschenschlaf erwecken

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Hella von Beckerath und Gisela Wiechmann freuen sich auf das Picknick im Park. Die Verschnaufpause gestern währte nur kurz, denn die Künstlerinnen haben noch viel zu tun, den Kunst-Pfad herzurichten.

Bassum - Von Frauke Albrecht. „Das kommt noch weg. Und gemäht wird auch noch.“ Gisela Wiechmann steht im hohen Gras im Bassumer Stifts-Park und deutet auf einen Sandhaufen, der die Sicht auf ihre Skulptur nimmt. „Die Badende“ ist zugewachsen. Besucher des Kunst-Pfades sehen vom Weg zwar noch das kleine Hinweisschild, aber nicht mehr die Figur selbst. Auf Wiechmann und ihre Künstlerkollegen wartet noch jede Menge Arbeit. Für den 18. Juli lädt die Gruppe „Wir 4“ zu einem Kunst-Picknick in den Stifts-Park ein.

„Ohne die Hilfe der Agenda-Gruppe Stifts-Park um Detlef Block wären wir aufgeschmissen“, gesteht Wiechmann und freut sich, dass die Ehrenamtlichen den Park pflegen und den Kunst-Pfad regelmäßig freischneiden, ihn quasi aus dem Dornröschenschlaf erwecken. Die Mitglieder werfen auch ein Auge auf die dort installierten Kunstwerke. Dennoch konnten sie Beschädigungen an den einzelnen Stationen nicht verhindern.

Lange Zeit war das Werk „Kaffeetafel“, eine Klanginstallation an der Stiftseiche, defekt. Unbekannte hatten die Batterie geklaut. Und auch die „Badende“ wies kleine Löcher auf. „Wohl, weil jemand mit Steinen danach geworfen hat“, vermutet Wiechmann.

Nun sind (fast) alle Kunstwerke wieder erneuert. Die Licht-Collage hängt und die Wind-Orgel singt ihr Lied. Leider weisen die Holztische und Bänke von Andreas Koch-Warnken noch Schmierereien auf. Die Künstlerinnen hoffen, auch diese noch rechtzeitig bis zum 18. Juli entfernen zu können.

Ziel des Picknicks ist es, den Park mitsamt Kunstwerken in Erinnerung zu rufen. „Wir haben das Gefühl, dass das Gelände noch nicht so genutzt wird, wie wir es uns bei der Einweihung im vergangenen Jahr gewünscht haben“, sagt Hella von Beckerath, die zusammen mit Barbara Mathis und Gisela Wiechmann das Picknick organisiert.

Die Gruppe hatte gehofft, dass auch andere Künstler den Pfad mit Objekten bestücken. „Wir könnten uns zum Beispiel einen Workshop vorstellen, am liebsten mit Land-Art-Kunst“, so Beckerath.

Vor allem aber haben sie auf mehr Resonanz seitens der Bevölkerung gehofft. Der Gruppe schwebt so etwas wie Paten vor, Personen, die sich um einzelne Objekte kümmern und diese dann auch vom wuchernden Grün befreien. Wie beispielsweise eine Dame, die eine Zeit lang das Steinlabyrinth sauber gehalten hat, weil sie es so gerne mag. „Leider kennen wir den Namen der Frau nicht. Vielleicht meldet sie sich ja auf diesem Weg bei uns“, fordert Wiechmann auf.

Der 18. Juli bietet die ideale Gelegenheit dafür. Die Künstlerinnen sorgen für Getränke (Saft, Wasser, Sekt). Alles andere, wie Speisen, Decken, Sitzgelegenheiten, Tische et cetera muss mitgebracht werden. Treffpunkt ist die Wiese zwischen Stiftseiche und Steinlabyrinth. Um 15 Uhr ist Begrüßung. Danach bietet Gästeführerin Anni-Wöhler Pajenkamp einen Rundgang durch den Kunst-Pfad an und erklärt die zehn Stationen.

Ab 16 Uhr spielt die Gruppe Folkstrott und lädt zum Mittanzen ein. Die Gruppe bietet seit 1991 internationalen tanzbaren Folk, ein abwechslungsreiches Repertoire, unter anderem aus England, Irland, Frankreich, Schweden und dem Balkan.

Neben der Musik bringt Folkstrott auf Wunsch Gäste mit einfachen und lustigen Tänzen miteinander in Schwung! Natürlich mit fachkundiger Anleitung.

Gegen 17 Uhr lädt Bärbel Schröder zu einem meditativen Rundgang durch das Steinlabyrinth ein.

Für Kinder wird den Nachmittag über ein Bungee-Jumping angeboten.

Der Eintritt ist frei. Informationen zum Kunst-Pfad im Stifts-Park Bassum finden sich im Internet.

kunstpfad-bassum@blogspot.de.

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