Bassumer Verein „Change my Way“ profitiert

Kreissparkasse spendet 5 000 Euro gegen Essstörungen

Der aktuelle Leiter der Kreissparkassen-Filiale Bassum Dennis Heuermann mit Dörte Heyken und Tina Sänger vom Verein Change my Way sowie dem zukünftigen Filialleiter Uwe Ohlendieck (von links).
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Der aktuelle Leiter der Kreissparkassen-Filiale Bassum Dennis Heuermann mit Dörte Heyken und Tina Sänger vom Verein Change my Way sowie dem zukünftigen Filialleiter Uwe Ohlendieck (von links).

Über einen warmen finanziellen Regen darf sich der Bassumer Verein „Change my Way“ freuen: Die Kreissparkasse stellt ihm 5 000 Euro zur Verfügung, die er in seine Arbeit mit essgestörten jungen Frauen und Mädchen investieren kann. Eine Spende, die zur richtigen Zeit kommt.

Bassum – Denn Dörte Heyken, Vorsitzende des Vereins, erklärt, dass seit Pandemie-Beginn die Spendenerlöse von Change my Way zurückgegangen sind. Dabei habe das Thema Essstörungen, so Heyken, „in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen. Fast jeder kennt da jemanden, der jemanden kennt“.

Ralf Warnecke, Leiter der Marketing-Abteilung der Kreissparkasse, würdigt das Wirken des Vereins, da er dort „großes Engagement“ ausgemacht habe. „Es ist etwas Sinnvolles“, sagt Heyken, „man leistet einen sinnvollen Dienst am Menschen.“

Vielfältige Gründe für Essstörungen

Und dieser Dienst sei wichtig, da Essstörungen bei Mädchen und Frauen häufig erst spät entdeckt werden, so Heyken: Das Problem sei die am Anfang fehlende Krankheitseinsicht. „Es fängt mit einer Diät an, oder wenn in der Schule im Unterricht Kalorien von Lebensmitteln gezählt werden.“ Dann bestehe die Gefahr, dass gerade junge Mädchen in dieses Thema eintauchen und sich nach und nach eine Essstörung wie Magersucht oder die als Ess-Brechsucht bekannte Bulimie manifestieren.

Doch auch in der Familie könne die Ursache liegen, wie Heyken verdeutlicht. Etwa in besonders sportlichen Familien, wo die Eltern stark auf ihre Figur achten und dies an ihre Kinder weitergeben. „Dabei sind Essen und das Zusammensein mit der Familie etwas sehr Schönes“, mahnt Dörte Heyken.

Über 200 betreute Frauen seit 2010

Wenn jedoch bereits eine Essstörung vorliegt, ist eine Therapie beinahe unumgänglich: „Es geht fast nicht ohne Klinik“, sagt Heyken. Das sei problematisch, denn diese reißt die Patienten oftmals mehrere Wochen aus dem privaten Umfeld heraus. Genau hier unterstützt der Verein Change my Way, indem er den Klinikaufenthalt der Mädchen und Frauen vor- und nachbereitet. Das passiert in gemeinsamen Gruppentherapiestunden und Einzelgesprächen.

Über 200 Mädchen und Frauen hat der Verein seit seiner Gründung 2010 so bereits betreut und hat, so Heyken, „noch viele Ideen“. Ideen, zu deren Umsetzung die Spende der Kreissparkasse beitragen soll: Etwa einen Alpaka-Spaziergang, da die Tiere „einen besonderen Einfluss auf die Mädchen haben“. Zudem plane Change my Way die Einstellung eines Ernährungsberaters.

Der Kontakt zwischen Kreissparkasse und Change my Way kam über den Bassumer Kinderarzt und den ersten Vereinsvorsitzenden Holger Theek zustande und wird seitdem gepflegt.

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