Bau von Lagerhalle und Büros 

Bassumer Ehepaar Gillner möchte Start-ups unterstützen

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Kaum ist der Anbau fertig, greifen Marion und Michael Gillner symbolisch wieder zum Spaten. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ihres Unternehmens sollen eine Lagerhalle und Büros für Start-ups entstehen.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Am Anfang eines erfolgreichen Start-ups stehen oftmals zwar eine brillante Idee, aber geringe finanzielle Ressourcen. Damit junge Unternehmer dennoch eine Chance haben, ihre Geschäftsidee in die Tat umzusetzen, möchte Michael Gillner von der Video-Art Hilfestellung geben.

Er und seine Frau Marion bieten jungen Start-up-Unternehmern die Möglichkeit, die vorhandene Infrastruktur in seinem Unternehmen zu nutzen – sodass die Starter mit ein bisschen Glück bald flügge werden. Solche Netzwerke gibt es bereits seit Langem in Großstädten. Gillner ist sicher, dass dies auch in der Provinz funktionieren kann. Noch wäre das ein Alleinstellungsmerkmal für Bassum.

„Wir als Agentur haben die Möglichkeit, junge Unternehmer in vielfältigen Bereichen zu unterstützen“, so Gillner und nennt unter anderem Marketing, Social Media, Grafik und Logistik.

Die jungen Gründer können nicht nur die passenden Büros, Küchen und Meetingräume nutzen, sondern eben auch Dienstleistungen – ob Sekretariat oder Transport. Im besten Falle befruchten sich die Start-ups gegenseitig. Je mehr diese Möglichkeit nutzen, desto größer wird die Bandbreite der Möglichkeiten.

Gillner ist gespannt, was sich entwickelt. Er unterhält Büros in Berlin und San Francisco und ist weltweit unterwegs. „Das ist andernorts gang und gäbe.“

10.000 Quadratmeter großes Grundstück

In der Regel brauchen die Start-ups ein bis drei Jahre, um gänzlich auf eigenen Beinen zu stehen, so Gillner. „Unser Ziel ist es, kreative Köpfe nach Bassum zu holen. Bassum habe eine gute Anbindung, es gibt einen Bahnhof, der Flughafen ist auch nicht weit und die Preise sind weit günstiger als in der Stadt.“

Durch den Anbau am bestehenden Standort an der Industriestraße hat der Unternehmer genug Platz, um junge Gründer zu beherbergen.

Im zweiten Schritt sollen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zusätzliche Büros entstehen. Dort baut Ehepaar Gillner eine große Lagerhalle für die Logistik, Technik und Messebau. Bisher nutzt das Unternehmen Hallen an verschiedenen Standorten.

Das Grundstück ist 10 000 Quadratmeter groß. Noch in diesem Herbst ist der Spatenstich für die Halle geplant. Im kommenden Jahr sollen die Büros folgen. „Dann haben wir immer noch Erweiterungskapazitäten“, so der Unternehmer.

Seit Donnerstag steht auf dem Baugrundstück bereits eine weitere Investition in die Zukunft. Die Avacon hat dort eine Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert. „Bassums erste“, freut sich Gillner. Als ihn die Avacon gefragt hat, ob er sich das auf seinem Grundstück vorstellen kann, musste er nicht lange überlegen. „Ich nutze selbst seit drei Jahren ein Elektroauto, vor allem für die Stadtfahrten.“ Gillner ist überzeugt: Reichweiten- und Ladezeitenproblematik werden schon bald der Vergangenheit angehören.

Die umliegenden Gewerbetreibenden würden bereits überlegen, sich Elektrofahrzeuge anzuschaffen. „Einige fahren schon welche.“

Tanken können Kunden an der Ladestation aber noch nicht. Die offizielle Eröffnung zusammen mit Stadt und der Avacon ist für Oktober geplant.

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