Wurzeln schlagen im Grenzgebiet

Kooperation ermöglicht Pflanzung von rund 60 Obstbäumen in Bassum und Syke

Baumpflanzaktion im Grenzgebiet von Bassum (Neubruchhausen) und Syke (Henstedt): Projektleiterin Sabine Washof erläutert das richtige Einpflanzen des Baumes.
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Baumpflanzaktion im Grenzgebiet von Bassum (Neubruchhausen) und Syke (Henstedt): Projektleiterin Sabine Washof erläutert das richtige Einpflanzen des Baumes.

Neubruchhausen/Henstedt – Sie heißen „Harberts Renette“, „Gute Graue“ oder „Gellerts Butterbirne“, und sie wollen im Grenzgebiet von Syke und Bassum Wurzeln schlagen. 60 junge Obstbäume sind am Mittwoch an ihrem voraussichtlich letzten Lebensraum angekommen.

Etwa zwei Dutzend Freiwillige haben sie rund um die Ecke Wickbranzer Straße / Nienburger Straße eingepflanzt. Für diese Aktion hatten sich verschiedene Vereine und Institutionen zusammengetan: Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Heimatverein Neubruchhausen und der Rotary Club Syke demonstrieren hier gemeinsam mit engagierten Bürgern, was möglich ist, wenn man Hand in Hand plant.

Der Ursprung der Aktion liegt schon weit mehr als ein Jahr zurück, schilderte Reinhild Olma vom Bassumer Agenda-Büro zu Beginn der Pflanzaktion. Andreas Templin sei zu ihr gekommen mit der Idee einer Obstbaumallee, die von Bassum nach Syke führt. Das BUND-Projekt „Zusammenarbeit zur Erhaltung von Streuobstwiesen in Niedersachsen“ war wie gemacht für diese Idee.

Freiwillige Helfer sind emsig dabei, die 60 jungen Bäume einzupflanzen.

Bereits im März dieses Jahres wurden die ersten Bäume gepflanzt (wir berichteten). Unterstützung gab es vom Heimatverein Neubruchhausen: „Die Pflege und den Schnitt in den ersten Jahren übernehmen wir“, betonte Vorsitzender Hans-Hermann Schrader – um mit einem Lächeln hinzuzufügen: „Und die Ernte natürlich auch.“

Wir haben regelmäßig Pflanzaktionen, aber so etwas in der Größe ist schon was Besonderes.

Sabine Washof, BUND-Projektleiterin

Mit der Landschaftsökologin und Gärtnerin Sabine Washof hat der BUND eine echte Expertin in Sachen Streuobstwiesen für solche Aktionen parat. Die Staderin ist nach eigenen Angaben bereits seit den 90er-Jahren für den Erhalt der ökologisch so wichtigen Obstbäume aktiv. Am Mittwoch kam sie gemeinsam mit drei anderen BUND-Helferinnen, um die Pflanzungen zu koordinieren. „Wir haben regelmäßig Pflanzaktionen“, erzählt Washof, „aber so etwas in der Größe ist schon was Besonderes.“

Für die Gäste – unter ihnen mit Cathleen Schorling und Edith Heckmann auch zwei stellvertretende Bürgermeisterinnen von Bassum und Syke – gab es zunächst einen kurzen Crashkurs in Sachen Rückschnitt. Denn mit „Einpflanzen und wachsen lassen“, ist es nicht getan bei den Kulturbäumen. In den ersten Jahren soll die Energie in den Wuchs eines guten Kronengerüsts gehen, so Wasmut. „Und danach dann in die Früchte.“

BUND-Mitarbeiterinnen bereiten die Bäume mit einem Rückschnitt vor.

Anschließend verteilten sich die Helfer auf mehreren hundert Metern entlang der Straße. Zuvor hatte sich Henstedts Noch-Bürgermeister Bernd Brümmer noch bei der Stadtverwaltung grünes Licht geholt, dass der Seitenwegerand auch breit genug ist. Der Rotary-Club spendete zudem noch zwölf Kirschbäume für den Syker Bereich, der Bauhof hob schon mal (eine Spur zu großzügig) die Löcher für die Bäume aus.

Eine Aktion, die zeigt, wie viel man gemeinsam auf die Beine stellen kann. Henning Greve vom BUND-Kreisverband sprach gar von einer „völkerverbindenden Aktion“ zwischen Syke und Bassum. Und eine, die noch lange nicht beendet sein muss: Auf Syker Gebiet, betonte er, wäre noch reichlich Platz für weitere regionale Obstsorten.

Von Frank Jaursch

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