Konzert der Kantorei in der Stiftskirche erfreut mehr als 300 Besucher

„Ich liebe den Chorgesang“

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Kantorin Réka-Zsuzsánna Fülöp in Aktion.

Bassum - Von Berthold Kollschen. Der Beifall von mehr als 300 Besuchern in der Bassumer Stiftskirche wollte nach einem fulminanten Finale des Konzertes von Kantorei, Ensemble „Soli Deo Gloria“ sowie fünf jungen Gesangs- und mehreren Instrumentalsolisten nicht enden. So überzeugend wurde das Saison-Abschlusskonzert zum dritten Advent aufgenommen.

Im Mittelpunkt stand das „Magnificat“ D-Dur, BWV 243 für Chor, Solisten und Orchester von Johann Sebastian Bach, einmal mehr straff und mit viel Gefühl für alle Stimmen und Orchester von Kreiskantorin Réka-Zsuzsánna Fülöp meisterlich geleitet.

Schon die ersten leisen Klänge der Orgel mit Variationen über das Weihnachtslied „Vom Himmel hoch da komm ich her“, gespielt von Kreiskantor Ralf Wosch, stimmten die Besucher auf einen erlebnisreichen Schmaus für Ohren und Augen ein.

Die KantateI aus dem Weihnachts-Oratorium für Chor, Orchester und Solisten sowie ein überragendes Solo des 29-jährigen Moritz Görg mit seiner ventillosen Barocktrompete zum „Concerto in D für Trompete, Streicher und Basso Contino“ von Georg Philipp Telemann schlossen den ersten Teil des Konzertes ab.

Unter den großartigen fünf jungen Gesangssolisten überraschte besonders Äneas Humm (Bass) mit seiner volumigen Stimme.

Die Zuhörer waren in der Pause begeistert. „Ich liebe den Chorgesang“, schwärmte beispielsweise Susanne Vogelberg.

Im zweiten Teil stellte zunächst die Kantorei ihr großes Potenzial „A-cappella“ mit dem Stück „Adveti ének“ von Kodály Zoltán unter Beweis. Vielstimmigkeit mit klaren Grenzen zwischen den einzelnen Stimmlagen begeisterte auf der ganzen Linie.

Im folgenden A-cappella-Stück von Johann Eccard „Übers Gebirg Maria geht“ kamen besonders die hellen Sopranstimmen zur Geltung, die die Stiftskirche wie klare Glockenklänge durchfluteten.

Bevor mit dem „Magnificat“ der Hauptteil anstand, hörte das Publikum noch ein weiteres Instrumental-Solo von Felipe Egana, Mitglied des Ensembles „Soli Deo Gloria“. Auch Konzertmeisterin Tomoe Badiarova (Violine) und Ensembleleiter Néstor Cortés auf seinem Barockcello konnten überzeugen.

Ausgezeichnet war das in lateinischer Sprache dargebotene Wechselspiel zwischen Kantorei und Solisten. An dieser Stelle sei noch die Altstimme von Tobias Hechler erwähnt, der als männlicher Interpret kaum zu glaubende Höhen erreichte. Ein Leckerbissen auch das Duett der Sopranistin Sonja Gebert und des Bassisten Äneas Humm.

Zum Finale des Konzerts gaben alle Protagonisten noch einmal ihr Bestes und wurden mit einem lauten und anhaltenden Applaus belohnt.

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