Konzert in der Stiftskirche Bassum am kommenden Sonntag

Wo Orgel und Saxophon gemeinsam klingen

Freuen sich schon auf das Konzert: Vanessa Delekat, Thomas Schwenen und Ralf Wosch hoffen auf viele Besucher.
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Freuen sich schon auf das Konzert: Vanessa Delekat, Thomas Schwenen und Ralf Wosch hoffen auf viele Besucher.

Bassum – Vanessa Delekat, Thomas Schwenen und Ralf Wosch haben eine Mission. Mit einem fröhlichen Konzert – begleitet von den Klängen von Saxophon, Schlagzeug, Klavier und Orgel – wollen sie die Stiftskirche in Bassum am 27. Juni mit guter Laune füllen. Los geht es um 18 Uhr.

„Wir legen los mit einem bekannten Startschuss, aber was das sein wird, verraten wir noch nicht“, sagt Kreiskantor Ralf Wosch mit einem Schmunzeln. „Dann geht es weiter mit Johann Sebastian Bach.“ Aber der Schwerpunkt dieses Abends wird auf dem Jazz liegen. Titel wie „Tea for Two“, „Wade in the Water“ und „My Way“ stehen auf dem Programm, begleitet vom Digitalpiano.

Aber auch die Orgel wird unter anderem mit einem Jazz-Walzer und einer Bearbeitung zu „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgski im Duett zu hören sein – gemeinsam mit dem Saxophon von Vanessa Delekat. „Eine wundervolle Klangmischung im schönen Raum unserer Stiftskirche“, schwärmt Wosch, der an der Orgel sitzen wird, während Thomas Schwenen die Schlagzeugstöcker wirbeln lässt. „Damit die Leute auch visuell das Orgelspiel verfolgen können, werden Leinwände genutzt“, so Wosch.

Eine Anmeldung zu dem Konzert ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos. Allerdings wird um eine Spende gebeten, mit der die Orgel der Stiftskirche restauriert werden soll.

Denn die „Königin der Instrumente“ hat einen langen Leidensweg hinter sich. 154 Jahre ist sie alt. Dunkles Holz kleidete sie, ebenso wie die Farben rot, grün und gold. Doch 1967 machten sich eifrige Arbeiter über sie her und verpassten ihr nicht nur einen grün-weißen Anstrich sondern „verschlimmbesserten“ auch noch ihren Klang, wie Wosch sich ausdrückt. „Pfeifen wurden rausgenommen oder gekürzt, so dass sie heute recht spitz und spuckig klingt. Gastorganisten sprechen von einer Zumutung und eine Schülerin, die während des Lockdowns zu Hause übte, fragte, als sie das erste Mal wieder an der Orgel saß: ,War das schon immer so schlimm?‘“

Darum soll ein Großteil des gesammelten Geldes in die Orgelrestaurierung fließen, die sich im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen wird. „Damit der Klang der Orgel wieder in alle Winkel der Kirche dringt“, so Wosch. Die Verzierungen, die einst die Orgel schmückten, sind zum Glück noch vorhanden und wurden eingelagert. Was hingegen nach wie vor verschwunden ist, ist die kleine David-Skulptur, die in der Konstruktion stand. „Hinweise zum Verbleib der Skulptur nehmen wir gern im Kirchenbüro entgegen“, sagt Wosch.

Von Julia Kreykenbohm

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