Kommentar: Flurbereinigung

„Umweltschutz und anderer Zinnober“

Ein Kommentar von Marc Lentvogt. Wenn Bramstedt sich 2019 für eine Flurbereinigung entscheiden sollte, wird das Verfahren einige Grundeigentümer wohl begleiten, bis sie ihren Hof an die nächste Generation abgeben. Auch wenn die Kosten aufgrund von Subventionen überschaubar sind, ist offensichtlich, dass die Teilnahme gut überlegt sein möchte.

Sich aber den Meinungen anderer zu verschließen, weil „Umweltschutz und anderer Zinnober“ seit Jahrzehnten Einfluss auf die Betriebsführung nehmen, ist rücksichtslos gegenüber nachfolgenden Generationen.

Olaf Stührmann hat deutlich signalisiert, dass sein Amt eine Behörde für Landwirte ist. Vergleichbare Projekte lassen nicht darauf schließen, dass die Beteiligung einer Naturschutzbehörde darin ausartet, dass Eigentümer ihre Felder plötzlich vor lauter Teichen, Naherholungsgebieten und Blühstreifen nicht mehr sehen können.

Vorbehalte sind nachvollziehbar, Einwände zulässig, aber doch bitte erst, nachdem einander zugehört wurde. Wer andere Interessengruppen ausschließt, muss sich nicht wundern, wenn diese in Zukunft kein Verständnis aufbringen (können). Glücklicherweise hat der einzeln geäußerte Einwand nicht dazu geführt, dass den Vertretern von Naturschutz und Tourismus die Teilnahme verwehrt wird.

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