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Neue Ärzte

Es gibt zu wenig Ärzte – die Schmerzgrenze ist mehr als erreicht, wenn die festgesetzten Zahlen für den hausärztlichen Bereitschaftsdienst pro Mediziner bereits überschritten sind. Zwei Einzugsbereiche zusammenzulegen, um noch die allerletzten Möglichkeiten auszuschöpfen, ist ein schwieriges Thema. Denn es geht um Menschen – und Menschenleben.

Doch welche Lösungsmöglichkeiten gibt es, wenn es zu wenig Mediziner gibt? Die Grenzen lockern und die Ärzte noch mehr Bereitschaftsdienste schultern lassen? Das kann es nicht sein! Denn schon heute leisten sie zum Teil 23-Stunden-Dienste. Hand aufs Herz, liebe Patienten: Wer möchte sich von einem ausgelaugten Arzt behandeln lassen? Ganz zu schweigen davon, dass solche Mehrbelastungen doch genau die Kräfte vertreiben würden, die uns so dringend fehlen: Neue Ärzte braucht das Land. Deshalb muss das Landarzt-Leben dringend attraktiver werden. Medizin-Studenten zu fördern und sie dafür aufs Land zu verpflichten, ist ganz sicher ein Ansatz. Aber das reicht bei Weitem nicht. Denn die wirklichen Probleme liegen woanders. In der wachsenden Bürokratie und der ausufernden Dokumentationspflicht zum Beispiel, die Ärzte immer wieder beklagen. Das zu ändern, daran sollten alle beteiligten Institutionen und die Politik gemeinsam und lösungsorientiert arbeiten. Wenn es um Entlastung für Mediziner geht, darf es keine Denkverbote geben – bis der Arzt kommt.

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