Kinder- und Jugendkantorei führt morgen das Musical „Der blaue Planet“ auf

Die kleinen Sänger mit der großen Botschaft

Proben zum Kindermusical „Der blaue Planet“ in der Stiftskirche: Nicht nur die Kinder, sondern auch Réka-Zsuzsánna Fülöp und Ralf Wosch sind mit Feuereifer bei der Sache. - Foto: Jaursch

Bassum - Von Frank Jaursch. „Wasser ist das wichtigste Element!“ Mit klaren Stimmen singen die Kinder vom Altarraum in die Stiftskirche hinein. Mehrstimmig!

Thomas Schwenen streicht mit fließenden Bewegungen über die Snare-Drum, Ralf Wosch lässt auf dem E-Piano die Töne perlen. Das hört sich schon ziemlich gut an. Doch Réka-Zsuzsánna Fülöp ist nicht zufrieden. Die Mädchen und Jungen bewegen die hellblauen Tücher in ihren Händen noch nicht so, dass es wie fließendes Wasser aussieht. Also noch mal von vorn.

Der Hang zur Perfektion ist ausgeprägt und spürbar bei den Proben zum Kindermusical „Der blaue Planet“. Wenn morgen ab 17 Uhr die Aufführung des Werks von Peter Schindler beginnt, liegen Monate des Übens und Probens hinter den Kindern der Kinder- und Jugendkantorei.

Gut 20 Kinder machen mit bei dem etwa einstündigen Musical, das eine große Botschaft transportiert: Wenn der Mensch sich über die Schöpfung stellt, vernichtet er den blauen Planeten.

In zwei Akten wird die Geschichte von konkurrierenden Mächten erzählt – und davon, welche Gefahr von diesen Kämpfen ausgeht. Im ersten Akt geht es um die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer, die gegeneinander kämpfen; im zweiten sind es Präsidenten aus den vier Himmelsrichtungen.

Nur durch Zufall seien sie bei der Suche nach einem passenden Stück zum Aufführen auf das Kindermusical gestoßen, erzählt Réka-Zsuzsánna Fülöp. „Wir haben nach etwas Wertvollem gesucht.“ Das Thema „passt schön in unsere Zeit“, fanden Wosch und Fülöp. Beim Stöbern in den Noten waren beide dann bass erstaunt – so eingängige, so schöne Melodien!

Mit einer zweitätigen Freizeit im Schullandheim Bissel (Großenkneten) hat sich die Kinder- und Jugendkantorei auf das Musical eingestimmt. „Die Kinder sind gleich voll drauf angesprungen“, erinnert sich Fülöp. Gerade weil das Stück von der Natur handelt und die Gruppe größtenteils in der Natur übte, passte das Ambiente perfekt.

Dreistimmiger Gesang

Wosch und Fülöp verlangen eine ganze Menge von ihren zwischen 6 und 13 Jahre alten Schützlingen: Eigentlich ist das Musical für fünf Chöre konzipiert. Aber weil den Bassumern nur einer zur Verfügung steht, stellen eben alle Kinder alle Chöre dar. Da gibt’s eine ganze Menge zu lernen. Text, Melodien, Tanz-Choreographien, Schauspielerei. Doch wer die Gruppe beobachtet, merkt: Die wollen das schaffen. „Sie sind sehr leistungsfähig“, lobt die Kantorin. „Sie haben den Anspruch auch in sich selbst entdeckt.“

Das gilt vor allem für die beiden Erzählerinnen. Jana und Maja Noémi (beide 11) müssen die längsten Textstellen auswendig lernen, führen das Publikum gewissermaßen durch die Handlung. Beide treffen sich regelmäßig, üben gemeinsam.

Doch auch die anderen jungen Sänger treten aktiv in Erscheinung. „Jeder hat Verantwortung“, erklärt Fülöp, „keiner steht nur so da.“ Sogar die Kleinsten von den Bassumer Stiftsfinken haben ihren Anteil am Gelingen. Und dass so ein junger Chor mitunter sogar dreistimmig singt, darf mit Fug und Recht als ziemlich beeindruckend bezeichnet werden.

Wer sich von den Fähigkeiten des Ensembles überzeugen möchte, ist morgen ab 17  Uhr in der Stiftskirche willkommen. Der Eintritt kostet sieben, für Kinder bis 14 Jahre drei Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in den Filialen der Kreissparkasse sowie bei „Papier und Tinte“.

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