20 Zuhörer beim CDU-Austausch

„Auf ein Wort“ in Bassum: Klagen über ausufernde Bürokratie

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Zu „Auf ein Wort“ hatten sich gut 20 Zuhörer eingefunden, um mit (v.l.) Felix Gold, Michael Gillner, Karl-Heinz Bley, Volker Meyer und Axel Knoerig zu diskutieren.

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Eigentlich sollte das Referat des wirtschaftpolitischen Sprechers in der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Bley, im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe des CDU-Ortsverbandes Bassum „Auf ein Wort“ stehen.

Allerdings nutzten die Zuhörer in der Diskussion die Gelegenheit, den Fokus auf Probleme zu lenken, die ihnen gegenwärtig auf den Nägeln brennen.

CDU-Ortsverbandsvorsitzender Michael Gillner begrüßte im Gasthaus Freye die kleine Runde von rund 20 Gästen und dazu den Landtagskandidaten Volker Meyer, den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig sowie Karl-Heinz Bley.

Um Bassum nach vorn zu bringen, spiele die lokale Wirtschaft eine wichtige Rolle, erklärte Gillner. Dafür sei es wichtig, jungen Menschen Ausbildungs- und Arbeitsplätze vorzuhalten und die digitale Vernetzung zu entwickeln. „Wir müssen schneller sein als die anderen, dann werden wir auch erfolgreich sein“, ist Gillner überzeugt.

Angebote besser darstellen

Um die Vielfalt der Angebote Bassumer Betriebe plakativer darzustellen bot Felix Gold an, Beiträge der Betriebe über ihr Leistungsangebot zu sammeln und diese so zu verknüpfen, dass sich die Konsumenten in einer Suchmaschine schnell und umfassend informieren können.

Es sei erklärtes Ziel der CDU, Niedersachsen aus der „Stagnationsphase“ herauszuholen, erklärte Volker Meyer. Er kritisierte die Landesregierung, weil im Verkehrswegeplan ebenso wie im Netzausbau zu wenig geschehen sei. „Wir werden unter Wert regiert“, erklärte Bley zu Beginn seiner Ausführungen. Er vertrete die CDU als selbständiger Handwerksmeister seit 15 Jahren in den Bereichen Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Landtag.

Um das Land voranzubringen, sei Lobbyarbeit für die Wirtschaftsverbände wichtig, wobei er eine Wettbewerbsverzerrung durch kommunale Betriebe feststellte: „Was die freie Wirtschaft leisten kann, muss nicht der Staat leisten.“

Er bedauerte, dass die Investitionsquote erheblich zurückgegangen sei, und forderte, künftig mehr Mittel für den investiven Bereich einzusetzen. Die duale Berufsausbildung müsse unbedingt weiter arbeitsmarkt-orientiert ausgebaut werden, es müssten Mittel für eine überbetriebliche Ausbildung bereitgestellt, und die Meisterausbildung im Handwerk müsste kostenfrei angeboten werden.

Unternehmensstrukturen bündeln

Axel Knoerig unterstützte diese Forderungen und regte an, im Nordkreis analog zur Region um Lemförde gebündelte Unternehmensstrukturen zu schaffen. Voraussetzung dafür sei natürlich der digitale Netzausbau.

Im anschließenden Gespräch griff Carsten Leopold den Hinweis von Karl-Heinz Bley auf, einen Verkehrskoordinator damit zu beauftragen, die untragbare Verkehrssituation zwischen Bremen und Niedersachsen zu verbessern. „Bremen tut nichts, und wir leiden darunter“, schimpfte er.

Auf die Frage, was die CDU zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum plant, entgegnete Meyer, in der CDU könnte man sich vorstellen, jüngere Mediziner zu verpflichten, für eine gewisse Zeit im ländlichen Raum Praxiserfahrungen sammeln zu lassen und ihnen auch finanzielle Anreize zu bieten.

Als ganz besonderes Problem beklagten die Zuhörer die ausufernde Bürokratie, mit der sich Selbständige herumplagen müssen. Sie beklagten die zeitaufwändige Dokumentationspflicht und kritisierten umständliche Abrechnungsverfahren im Niedriglohnbereich.

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