Seifenkistenrennen und Plattdeutsches Theater beim Wedehorner Sommerfest

Auf die Kiste, fertig, los!

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Petra Riesenbeck hat sich passend zu ihrer Seifenkiste, einem Renndrachen, geschminkt.

Wedehorn - Von Heiner Büntemeyer. Ein Seifenkistenrennen, das mit einem plattdeutschen Einakter beginnt? Ungewöhnlich, aber sicher ein Publikumsmagnet. Das bewies das Sommerfest des Heimatvereins Unser Wedehorn, das am Samstag mit der Aufführung von der Wedehorner Theatergruppe mit „Tante Adelheid“ eröffnet wurde. Und die Leute waren aus dem Häuschen. „Ich glaub, ich hab vom Lachen Muskelkater“, meinte eine Besucherin.

Am zweiten Festtag war die Zahl der Gäste in den vergangenen Jahren ständig rückläufig. Nicht so in diesem Jahr, denn der Festausschuss hatte neben Theater auch zu einem Seifenkistenrennen eingeladen. Diese Attraktion lockte auch am Sonntag viele Besucher auf die Festwiese. Dort hatten Hilmer Albers, Heiko Ellinghausen, Uwe Riesenbeck und Bertram „Ecclestone“ Plöger am Platzrand eine Rampe gebaut. Von dort oben starteten sowohl in der Kinder- als auch in der Erwachsenenklasse jeweils acht Teilnehmer.

Alle Modelle erhalten die Start-Freigabe

Bevor die Hobby-Piloten ihre selbstgebauten Seifenkisten auf die Startrampe schieben durften, wurden ihre Gefährte getestet. Vorschrift war, dass jede Kiste vier Räder, eine Lenkung und eine funktionierende Bremse aufweisen kann. Da hatten die Väter im Dorf zusammen mit den Kindern vorzügliche Arbeit geleistet: Alle Modelle erhielten eine Start-Freigabe. Dann setzten sich die Fahrer den vorgeschriebenen Helm auf und nahmen in der Seifenkiste Platz.

Die Kinder starteten vor den Erwachsenen – im selben Gefährt.

Und schon setzte sich die Rennpappe in Bewegung, holperte über den Asphalt, fegte vor dem Feuerwehrgerätehaus in eine Linkskurve und kam dann allmählich zum Stehen. Die gefahrene Strecke wurde gemessen und Sieger war, wer nach zwei Durchgängen insgesamt die längste Strecke zurückgelegt hatte.

Designer-Award für Gerrit Schmidt

Im Anschluss an die Läufe der Kinder setzten – in manchen Fälle eher quetschten – sich die Erwachsenen in die Kisten. Dass sie mit den gleichen Mobilen längere Strecken zurücklegten, hatte nach Ansicht der Fachleute physikalische Gründe: mehr Masse. Und dass die gefahrenen Strecken im zweiten Durchlauf länger waren, wurde von ihnen damit erklärt, dass die Reifen „endlich auf Betriebstemperatur“ waren. Die komplette Zeit stand Uwe Riesenbeck als Kommentator am Mikrophon.

Außerdem vergab eine Jury einen „Designer-Award“. Diesen Konstrukteurspreis erhielt Gerrit Schmidt. Er hatte eine „Wandlerkiste“ mit zwei abnehmbaren Wechselaufbauten konstruiert. „Das schreit nach einer Wiederholung“, wünschten sich einige Besucher. Und auch Uwe Riesenbeck hatte Nachfragen nach den Bedingungen beantworten müssen, sodass er vermutet, dass beim nächsten Wedehorner Seifenkistenrennen noch mehr Teilnehmer an den Start gehen.

Zusätzlich zu dieser rennsportlichen Premiere gab der Musikzug Nordwohlde ein Platzkonzert, im Zelt standen Kuchen, Torten und Getränke bereit und am Göpel Leckeres vom Grill.

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