Kirchenvorstand drängt auf neues Gemeindehaus und startet Spendenaktion

1,2 Millionen Euro nötig

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Nicht barrierefrei und energetisch auf schlechtem Stand: Das bisherige Gemeindehaus soll ersetzt werden.

Bassum - Von Maik Hanke. Das ehemalige Pfarrhaus III soll das neue Gemeindehaus werden. Der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Bassum rechnet mit Kosten in Höhe von 1,2Millionen Euro für den Umbau – und ist auf Geld aus der Bevölkerung angewiesen.

Das bisherige Gemeindehaus „ist energetisch nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben (Einfachverglasung), und für gehbehinderte Menschen sind die meisten Räume nicht zu erreichen“, schreibt der Kirchenvorstand in einem Rundschreiben mit Spendenaufruf.

„Rund 70 Prozent der Kosten können wir durch Verkaufserlöse sowie durch Zuwendungen des Kirchenkreises und der Landeskirche decken“, heißt es weiter. Bleiben noch 400000 Euro. Die sollen durch Spenden der Bevölkerung hereingeholt werden. „Ob das realistisch ist, werden wir merken“, sagt der Vorstandsvorsitzende Knut Laemmerhirt auf Nachfrage dieser Zeitung.

„Der Kirchenvorstand steht voll dahinter“, betont er und spricht von einem „tollen Projekt“. Er ist zuversichtlich, die Bevölkerung davon überzeugen zu können. „Es kam relativ flott das erste Geld rein“, berichtet Laemmerhirt von den ersten Tagen nach dem Aufruf. Gegenwind spüre er bisher kaum, höchstens ein paar skeptische Stimmen wegen der hohen Summe.

Was geplant ist: Das zuletzt kaum genutzte Pfarrhaus III, das nur 100 Meter vom Gemeindehaus entfernt liegt, soll umgebaut und durch einen Saalanbau ergänzt werden. Mit dem neuen Standort würde sich das bisher versteckt hinter der Stiftskirche gelegene Gemeindehaus zur Stadt hin öffnen.

Und wenn das Geld für den Umbau nicht zusammenkommt? „Dann müssen wir über neue Optionen nachdenken“, sagt Laemmerhirt. Ein kompletter Neubau – dort, wo das bisherige Gemeindehaus steht – dürfte dann auf den Tisch kommen. Denn für Neubauten greift die Landeskirche tiefer in die Tasche als für Umbaumaßnahmen. Der Kirchenvorstand legt allerdings Wert darauf, die historischen Gebäude am Stift, wie das Pfarrhaus III, zu erhalten und wieder sinnvoll zu nutzen.

Am Jahresende wolle der Kirchenvorstand laut Laemmerhirt abschätzen, ob die 400000 Euro zu erreichen sind. Wenn ja, soll der Umbau 2016 starten.

Bis dahin müsse man, so der Vorsitzende, mit dem bisherigen Gemeindehaus zurechtkommen. Und hoffen, dass die alte Heizungsanlage nicht kaputtgeht. „Wenn die mal ausfällt, haben wir ein echtes Problem“, sagt Laemmerhirt. Die Investition in eine neue Heizungsanlage sei herausgeworfenes Geld – denn ein neues Gemeindehaus müsse so oder so her.

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