Bassumer Gemeinde hat nun einen eigenen Instagram- und Facebook-Account

Kirche zeigt sich locker-leicht

Elena Kuschmann hofft, mit den neuen Accounts auf Instagram und Facebook, mehr Leute für die Arbeit der Kirche zu begeistern.
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Elena Kuschmann hofft, mit den neuen Accounts auf Instagram und Facebook, mehr Leute für die Arbeit der Kirche zu begeistern.

Bassum – Zwei flinke Finger schnappen sich Butterbrottüten, kleben, zeichnen, schneiden – und zaubern innerhalb einer knappen Minute einen hübschen Weihnachtsstern. Das Video verbirgt sich hinter dem ersten Adventskalendertürchen. Und dieses Türchen steht wiederum auf dem neuen Instagram-Account der Kirchengemeinde Bassum.

Noch finden sich dort nicht allzu viele Beitrage. Aber Elena Kuschmann, die ihn eingerichtet hat und betreut, hat schon viele weitere Ideen. „Zum Beispiel Videos darüber, wie sich Pastoren auf den Gottesdienst vorbereiten und ein paar persönliche Informationen, welche ihr Lieblingsbibelvers ist.“ Kuschmann studiert Social Media und stellt ihr Wissen der Kirchengemeinde zur Verfügung. Denn die junge Frau ist sich sicher: „Kirche kann auch anders.“

Ihr Ziel ist es, mit moderner Kommunikation Gemeindemitglieder schneller über mögliche Änderungen und Veranstaltungen zu informieren, ihnen neue Seiten an der Kirche zu zeigen – und Menschen zu erreichen, die sonst eher wenig mit Kirche am Hut haben. „Instgram hat zum Beispiel fast jeder auf seinem Handy“, sagt Kuschmann.

Bisher hat die Kirchengemeinde mit ihren Mitgliedern über den Gemeindebrief und über die Homepage kommuniziert. Und das soll auch weiterhin so bleiben. „Gerade den Älteren ist es wichtig, den Brief in der Hand zu haben“, weiß Kirchenvorsteherin Claudia Schröter. Allerdings habe gerade Corona die Schwächen dieses Kommunikationsweges aufgezeigt. „Der Gemeindebrief kommt alle drei Monate und ist dann eben oft nicht mehr aktuell.“

Über die Homepage klappt das schon besser. Dort kann die Kirche schnell mitteilen, wenn Veranstaltungen ausfallen oder anberaumt werden. „Auf ihr und in dem Gemeindebrief soll es weiterhin vor allem darum gehen, die Leute zu informieren“, sagt Kuschmann. „Auf Facebook und Instagram wollen wir hingegen neue Seiten der Kirche und des Gemeindelebens locker-leicht präsentieren.“ Darum hat sie für die Kirche Bassum neben einem Instagram- auch einen Facebook-Account angelegt. Für den Dezember hat die Tochter von Pastorin Ines-Maria Kuschmann einen Adventskalender eingerichtet, wo jeden Tag hinter den Türchen Musikstücke und Bilder warten.

Sie kann sich auch einen virtuellen Rundgang durch die Stiftskirche vorstellen, kleine Porträts der Mitarbeiter oder auch mal ein Quiz.

„Wir wollen auch offen für Feedback sein, die Leute fragen, was ihnen bei den neuen Online-Auftritten fehlt“, sagt Kuschmann und möchte unter anderem die Konfirmanden nach ihrem Eindruck fragen. „Es steckt viel Arbeit darin, aber es macht mir großen Spaß. Wir wollen zeigen, dass Kirche nicht altmodisch oder festgefahren ist, sondern modern. Sie soll nicht nur am Wochenende erlebbar sein, sondern immer erreichbar.“

Zudem will Kuschmann die neuen Kanäle nutzen, um sich mit anderen Gemeinden zu vernetzen. Thorsten Runge vom Kirchenvorstand glaubt, dass Bassum, was das angeht, Vorreiter auf diesem Gebiet ist. Claudia Schröter freut sich über die neuen Wege, die der Öffentlichkeitsausschuss der Kirchengemeinde nun mithilfe der jungen Studentin gehen kann. „Gerade junge Leute fragen sich: Was macht ihr eigentlich so? Nun haben wir die Chance, es ihnen zu zeigen.“

Auf der Homepage der Kirche sind übrigens nicht nur aktuelle Informationen zu finden. Die Kirche möchte den Besuchern auch etwas Seelenfutter für die dunkle Jahreszeit geben. So finden sie dort Videos von Konzerten. „Als Ersatz für die Konzerte, die ausfallen mussten“, sagt Kirchenvorsteher Alexander Grosser.

So kommt der Nutzer beispielsweise in den Genuss eines Auftrittes der Bassumer Kantorei, der extra dafür eingespielt wurde, weil das Konzert am 7. November ausfallen musste.

Aber auch für die Freunde des besonderen Freitagabends hält die Homepage eine Überraschung bereit. „Weil die Veranstaltung ausfallen muss, haben wir dort Filmvorschläge verlinkt, ebenso wie die Rezepte des Essens, das wir normalerweise dort serviert hätten“, sagt Schröter und lacht. „Alle erprobt von mir.“

Von Julia Kreykenbohm

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