„Die Kinder können nichts dafür“ 

„Spenden statt Geschenke“ beschert Klinik Bassum dank Ex-Patientin 2500 Euro

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Eins haben Sylvia Glaubitz, Kay Appel und Alex Fangmeyer gemeinsam: Sie alle leisten ihren individuellen Beitrag, um Kindern in Not zu helfen. Foto:

Bassum - Von Bjarne Kommnick. Das Krankenhaus in Bassum ist Sylvia Glaubitz noch bekannt, denn bis vor einiger Zeit war sie selbst dort Patientin. Dank ihr spendete die Krombacher Brauerei nun 2500 Euro für die ehrenamtlichen Behandlungen brandverletzter Kinder in der Klinik.

Hinter der finanziellen Unterstützung steckt eine Spendenaktion, mit dem Namen „Spenden statt Geschenke“. Die inhabergeführte Privatbrauerei machte bis 2003 Weihnachtsgeschenke für Kunden in Höhe von 180.000 bis 250.000 Euro, doch Alex Fangmeyer von Krombacher schildert: „Auch wir übernehmen eine gesellschaftliche Verantwortung und auch wenn die Geschenke mit Sicherheit eine gute Sache waren, haben wir uns gedacht, dass wir das Geld noch besser nutzen könnten. Deshalb haben wir die Aktion ins Leben gerufen.“ Seitdem können Verbraucher unter dem Motto „Sie schlagen vor – wir spenden“ ihre eigenen Ideen für eine Spende in Höhe von 2500 Euro an das Unternehmen richten. Vergangenes Jahr profitierten so mehr als 100 Institutionen von der Aktion und dank Ex-Patientin Glaubitz nun auch das Klinikum in Bassum.

In Zusammenarbeit mit der Aktion Friedensdorf International nimmt das Krankenhaus in Bassum ehrenamtlich Kinder mit Brand- und Explosionswunden oder ähnlichen Verletzungen auf, um ihnen die medizinische Versorgung zu bieten, die im Heimatland der Patienten oft nicht möglich ist. Die Kosten werden dabei über Spenden finanziert.

Glaubitz war selber lange in der Klinik zur Behandlung und lernte dort Kinder kennen, die Teil der ehrenamtlichen Behandlung waren. Während ihres Krankenhausaufenthaltes verbrachte die Ex-Patientin viel Zeit mit den Kindern. Sie gingen spazieren oder spielten miteinander. Arzt Kay Appel weiß, dass Patienten wie Glaubitz eine große Hilfe sind: „Wenn Patienten Zeit mit den Kindern verbringen, werden sie oft zu einer Bezugsperson für die Kleinen. Das macht die Zeit in fremder Umgebung einfacher.“ Appel ergänzt: „So wird auch die Zeit für den Patienten erträglicher und auch unser Personal wird ein Stück weit entlastet, wenn sich Patienten um Patienten kümmern.“ Auch wenn Glaubitz bereits eine große Hilfe war, setzte sie nun noch einen drauf. Denn als sie von der Krombacher Spendenaktion hörte, kam ihr sofort das Klinikum Bassum in den Sinn: „So kann ich auch etwas zurückgeben. Die Kinder können nichts dafür, dass die medizinische Versorgung in ihrer Heimat teilweise sehr schlecht ist, warum sollten sie deswegen bestraft werden?“

Den Gedanken unterstützte das Gremium der Krombacher Spendenaktion, sodass es sich entschied, Glaubitz Idee zu unterstützen und die Spende an das Krankenhaus zu überreichen.

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