Beratung im Ausschuss

Stadt präsentiert Entwicklungskonzept: Kicken auf Kunstrasen

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Die Vereine und Verwaltung plädieren für Kunstrasen.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Der Kunstrasenplatz – vom TSV Bassum und den Grünen lang ersehnt – steht für kommenden Donnerstag auf der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales und Familie. Die Verwaltung präsentiert das Sportstättenentwicklungskonzept und stellt unter anderem den Bau eines Kunstrasenplatzes zur Diskussion.

Im Februar hatte der Rat beschlossen, ein solches Konzept zu erstellen. Um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen, hatte die Verwaltung nicht nur die Sportvereine, sondern auch die Schulen und Bürger befragt – die Aussagen sind im Konzept aufgelistet. „Logisch, dass wir nicht alle Wünsche erfüllen können“, nimmt Bürgermeister Christian Porsch vorab Stellung.

Geht es nach dem Willen der Verwaltung, baut die Stadt am Standort des B-Platzes in Bassum einen Kunstrasenplatz. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme aus dem ZILE-Topf mit 63 Prozent gefördert wird. Die Richtlinien gelten bis 2023. Der Berechnung zugrunde liegt die Kostenschätzung aus dem Jahr 2013. Demnach werden die Baukosten des Kunstrasenplatzes auf 560.000 Euro beziffert. Bei einer 63-prozentigen Förderung (350.000 Euro) verbleibt ein städtischer Anteil von 210.000 Euro.

Vereine heiß auf neuen Platz

Während die Vereine den Kunstrasenplatz lieber früher als später nutzen möchten, empfiehlt die Verwaltung bei der Planung Augenmaß: „Die Realisierung sollte sich an der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt ausrichten.“ Diese lässt derzeit aber wenig Spielraum.

Die mittelfristige Finanzplanung weist für 2018 eine Investitionstätigkeit in Höhe von 7,3 Millionen Euro aus, 2019 sind sogar 7,9 Millionen Euro an Investitionen geplant. Erst 2020 (1,4 Mio.) und 2021 (1,5 Mio.) sei Spielraum vorhanden. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, den Kunstrasenplatz 2019 zu projektieren und frühestens 2020 zu realisieren.

Die Gutachter des Büros Mensing Consult, die derzeit den Stadtentwicklungsprozess begleiten, empfehlen eine frühere Realisierung. Sie fürchten, dass der Fördertopf am Ende der Förderperiode leer sein könnte. Diese Sorge teilt die Verwaltung nicht. „Wir gehen davon aus, dass für den Förderzeitraum genügend Mittel zur Verfügung stehen.“

Aus Kostengründen erteilt die Verwaltung dem Bau einer weiteren Sporthalle (dringender Wunsch der Vereine) eine Absage.

Neuer Bolzplatz nicht machbar

Auch ein neuer Bolzplatz für 180.000 Euro sei derzeit nicht drin. Der TSV hatte sich gewünscht, den öffentlichen Bolzplatz ausschließlich für Vereinszwecke zu nutzen. Porsch: „Der Platz sollte wie bisher von Vereinen und der Allgemeinheit gemeinsam genutzt werden.“

Sollten die Mittel in Höhe von 180.000 Euro anderweitig zur Verfügung gestellt werden, sei die Stadt bereit, die Pflege zu übernehmen. Ein städtisches Grundstück aber sei derzeit nicht vorhanden.

Aus Kostengründen werde auch der Bau von weiteren Umkleidekabinen für den Outdoor-Bereich in Bramstedt, Nordwohlde und Dimhausen abgelehnt. Das gelte ebenso für die Verlegung der Wasserleitung und die Erweiterung der Flutlichtanlage des TSV Neubruchhausens.

Dringende Sanierungsarbeiten

Es stehen allerdings einige dringliche Sanierungsarbeiten an, unter anderem in Bramstedt. Die Verwaltung schlägt vor, 2018 das Dach des Umkleidetrakts zu sanieren (41.000 Euro) sowie 2019 das Lichtband in der Sporthalle reparieren zu lassen (33.000 Euro). Auch in der Friedrich-Ludwig-Jahnturnhalle sind Reparaturarbeiten erforderlich.

Eine Umrüstung der Flutlichtanlagen auf LED soll geprüft werden.

Die Verwaltung arbeitet außerdem an einem Plan, einen Soccer-Courts und eventuell auch eine Skateranlage im Zentrum zu erstellen – zum Beispiel neben dem Hallenbad oder am Jugendhaus.

Eine ausführliche Präsentation des Sportstättenentwicklungskonzeptes mit Beratung erfolgt erstmalig in der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Familie am 9. November. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Bassumer Rathaus.

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