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Arbeiten am Naturbad Bassum werden teurer

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Von: Anika Seebacher

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Auch in diesem Jahr wird es noch nichts mit dem Badespaß im Naturbad – die Baustelle bleibt.
Auch in diesem Jahr wird es noch nichts mit dem Badespaß im Naturbad – die Baustelle bleibt. (Archivbild) © Wittenberg

Die Arbeiten am Naturbad gehen voran: Im Haushalt stehen nun 1.625.000 Euro zur Verfügung. Rund 600.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Der Grund: In der ersten Kalkulation fehlten einige Positionen.

Bassum – Die Umgestaltung des Naturfreibads ist für Bassums Ersten Stadtrat Norbert Lyko eine Herzensangelegenheit. Deshalb wird er sich auch nach seiner Pensionierung im April für die Maßnahmen engagieren, versicherte er nun im Sozialausschuss. Am Dienstagabend stellte er dort die Gründe für eine Kostensteigerung bei den Arbeiten im Naturbad vor. Im Haushaltsplanentwurf war zu der Position „Attraktivierung Naturbad“ eine Summe von 1. 625 .000 Euro zu lesen. Zuvor waren es noch 1 .020 .000 Euro. „Das war ursprünglich die Summe, mit der wir bei der Antragstellung gerechnet hatten“, erklärte Lyko. Das Geld war für verschiedene Projekte vorgesehen: für den Neubau des Gebäudes, den Aufsichtsturm und das Eingangsportal.

Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe habe die Pläne des Architekturbüros diskutiert. Die in einer neuen Berechnung enthaltenen Mehrkosten habe der Architekt damit begründet, dass in der Erstkalkulation weder der Abriss des Bestandsgebäudes, noch Fahrradabstellanlage und auch keine Gastronomie enthalten waren.

Für die Ausstattung der Letztgenannten gab es drei Optionen, mit der sich die Arbeitsgruppe beschäftigt hat. „Wir hatten eine große Variante, eine mittlere und eine kleine“, stellte Lyko vor. Dazu gab es die Überlegung, „erst einmal klein anzufangen und dann zu gucken, wie sich das entwickelt“. Die Hoffnung der Verantwortlichen: Dass auch nach Schließung des Naturbades im Herbst Spaziergänger auf Kaffee und Kuchen vorbeischauen. Doch etwas „Halbfertiges“ sei auch nicht die ideale Lösung. Denn wenn man klein anfange und bei einem Erfolg aufstocken wolle, würde eine nachträgliche Erweiterung der Gastronomie die aktuellen Mehrkosten noch übersteigen. Deshalb fiel die Wahl der Arbeitsgruppe schließlich auf den mittleren Gastrobereich.

Weiterhin sprach der Erste Stadtrat im Ausschuss von einer Bodengrunduntersuchung, die gezeigt habe, dass noch große Mengen Erdreich ausgetauscht werden müssten. „Dann kommen noch die allgemeinen Baukostensteigerungen, die im Augenblick exorbitant sind“, erläuterte Lyko zur Kostensteigerung zwischen den aktuellen Plänen und den Kalkulationen von vor zwei Jahren.

Weitere 280. 000 Euro sind im Haushaltsentwurf für die Beckenabdichtung und Filteranlage vorgesehen. „Diese Maßnahme wollten wir ursprünglich in drei bis vier Jahren umsetzen“, sagte Lyko. Doch da das Naturbad den Besuchern ohnehin noch ein Jahr lang vorenthalten werde, könnte die Schließungszeit auch dafür genutzt werden, um 2023 ein komplettes Bad zu präsentieren.

Abschließend informierte Norbert Lyko über das Ergebnis der sogenannten Transparenzbekanntmachung zur Wärmelieferung für das Naturbad (wir berichteten). Da es dazu keine Bewerbungen um den Auftrag gab, werde nun der Vertrag mit der AWG in Klövenhausen abgeschlossen. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft werde künftig über Wärmeleitungen mit ihrer ohnehin anfallenden Abwärme für angenehme Badetemperaturen sorgen.

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