Kein Silvestermarsch in Bassum

Weder Punsch noch Bratwurst: Die Schwerathleten feiern mal ganz anders

In diesem Jahr bleibt den Silvestermarschierern nur der Blick auf alte
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In diesem Jahr bleibt den Silvestermarschierern nur der Blick auf alte

Bassum – Er ist schon längst zur Tradition geworden. Sowohl für die Bassumer Bürger als auch für die Schwerathleten. Gemeint ist der Silvestermarsch, den die Sportler bereits seit 40 Jahren ausrichten. In diesem Jahr wäre es das 41. Mal gewesen – wenn Corona nicht dazwischengegrätscht hätte.

Friedrich Ludwig, Spartenleiter der Bassumer Schwerathleten, berichtet, dass er Silvester nun zurückgezogen im kleinen Kreise feiern wird – so wie wahrscheinlich die meisten. „Es ist nichts zu machen.“ Weiter sagt er: „Im August war das schon so, dass wir uns es nicht vorstellen konnten, den Silvestermarsch auszurichten. Wenn wir das veranstalten, stehen da zwischen 600 und 1 000 Leute.“

Vergangenes Jahr wurde sogar mit 1 150 Teilnehmern am Silvestermarsch der Beteiligungsrekord geknackt. Unter der Leitung von Rolf Hartmann hatte die Abteilung seinerzeit die Organisation der Veranstaltung von den Fußballern des TSV Bassum übernommen. Zuerst marschierten die Teilnehmer noch zum Dicken Braken.

Seit 1972 trifft man sich in den Stiftsfuhren. In dieser Zeit ist die Veranstaltung – bis auf einmal im Jahr 1978 – nie ausgefallen. Der Grund dafür? Zu viel Schnee, wie Ludwig sagt. In diesem Jahr ist es Corona. Der Spartenleiter kann sich jedoch gut vorstellen, dass einige vielleicht den gewohnten Spaziergang vom Parkplatz des Bassumer Freibades bis zu den Stiftsfuhren unternehmen werden. „Der eine oder andere wird sicherlich einen Spaziergang machen.“

Er und seine Frau Karin wollen ebenfalls in die Stiftsfuhren laufen. „Wenn das Wetter gut ist, dann machen wir das. Das haben wir uns vorgenommen“, sagt Karin Ludwig. In „normalen“ Jahren treffen sich die Leute zwischen 12 und 14 Uhr auf dem Parkplatz und laufen dann, so der Spartenleiter. Der Gang dauere um die 30 Minuten, sagt Ludwig. Die Schwerathlethen verkaufen dann in Zelten und Buden Bratwürste, Glühwein – und für die Kinder Kirschsaft. Und aus welchen Orten kommen die Besucher so? „Es kommen teilweise auch welche aus Bremen. Das ist mittlerweile weit gestreut.“

Gegen 10 oder 10.30 Uhr treffen sich die Sportler, um vor Beginn alles vorzubereiten. „Wir sind dann gut so 20  Sportkameraden vor Ort“, sagt Ludwig. Die einen seien für den Glühwein zuständig, die anderen sammeln die Gläser ein und wieder andere spülen die Gläser. Gegen 16 Uhr bauen sie dann alles wieder ab. Die Gäste machen sich auf den Rückweg und feiern ins neue Jahr.

Es sei schade, dass der Silvestermarsch ausfalle, aber Ludwig sagt: „Aber wir müssen damit leben. Das muss die Gesellschaft aushalten können.“

Von Lara Terrasi

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