Grünen-Antrag abgelehnt

Bassum bekommt keinen Klimaschutzmanager

Bassum - „Die Kuh ist vom Eis“, sagte Christoph Lanzendörfer, SPD-Fraktionschef und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen. Dieser Satz war der Schlusspunkt hinter der Debatte, ob Bassum einen Klimaschutzmanager einstellt, wie es sich die Grünen gewünscht hatten. Doch die Mehrheit des Ausschusses stimmte am Dienstagabend dagegen. Lediglich zwei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen gab es im Ratsfachgremium.

Dabei hatte Eike Sellmer zu Beginn ein eindringliches Plädoyer für die Schaffung einer solchen Stelle gehalten. „Unser Antrag ist eine logische Folge unseres Grundsatzprogramms. Wir brauchen Unterstützung und Hinweise auf Alternativen. Ein Klimamanager wird dabei helfen. Es wäre eine hauptamtliche Stelle, bei der Verwaltung und Bürger Rat und Hilfe finden.“

Doch die Verwaltung machte einen Gegenvorschlag: zum einen das bestehende Klimaschutzprogramm zu aktualisieren, um mögliche Fördergelder zu bekommen, und zum anderen sämtliche Mitarbeiter der Verwaltung durch die Klimaschutzagentur zu schulen.

„Wir müssen uns um dieses Thema kümmern“, stimmte Bürgermeister Christian Porsch Sellmer zu, was die Dringlichkeit des Themas betrifft. Darum sollen auch bestimmte Angebote zu verschiedenen Themen wie „Ökologische Baustoffe“ und „Sinnvoll dämmen“ organisiert werden. „So verbessern wir unsere Gebäude“, meinte Porsch. „Wir wollen den Klimaschutz verinnerlichen und das Problem intern lösen. Jeder muss ihn bei all seinen Entscheidungen im Kopf und Spaß dran haben, ihn umzusetzen.“ Dafür stellt die Verwaltung 20.000 Euro bereit, während der Klimaschutzmanager 65.000 Euro kosten würde.

Der Vorschlag stieß bei nahezu allen Fraktionen auf Zustimmung. „Wir wollen es erst mal ohne Manager versuchen“, so Jürgen Laschinski vom Bürgerblock. André Bartels (CDU) erklärte: „Ich sehe die Notwendigkeit für eine neue Stelle nicht. Wir sollten die Ressourcen beim vorhandenen Personal suchen.“ Bärbel Ehrich (SPD) meinte, es sei ihr wichtig, dass bei dem Thema alle mitgenommen würden. Es gebe schon viel Wissen, es müsse nur noch vertieft werden. „Das ist besser, als es von außen aufdiktiert zu bekommen.“ Carsten Leopold: „Der Manager wäre drei Steinwürfe zu weit geworfen. Wir müssen auch an unsere Finanzen denken.“

Eike Sellmer zeigte sich enttäuscht: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ohne Hilfe geht. Unsere ganzen Vorschriften haben uns bis jetzt nicht weitergebracht. Wir brauchen neue Ansätze und Veränderungen.“ Mit nur einer Enthaltung stimmte der Ausschuss für die Alternative der Verwaltung und die Überarbeitung des Klimaschutzprogramms.

Rubriklistenbild: © kom

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