Karin Vorländer referiert beim Land-Frauen-Frühstück / Plattdeutsche Sketche

Nicht über die Löcher im Käse ärgern

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Referentin Karin Vorländer.

Nordwohlde - Von Berthold Kollschen. Ein Leben ohne Kritik? Das gibt es nicht. Kritik gehört zum Leben dazu. Das gilt für den Kritiker und auch für den Kritikempfänger. Es komme allerdings darauf an, wie man es sagt. Begleitung sei der bessere Weg, Kritik zu äußern. Davon ist Karin Vorländer überzeugt. Die Lehrerin und Journalistin setzte sich am Samstagvormittag beim Land-Frauenfrühstück in Lüdekes Gasthaus mit dem Thema Kritik auseinander und gab den etwa 120 Zuhörerinnen reichlich Tipps mit auf den Weg.

Wie geht man Dinge an, die einem im Zusammenleben, beispielsweise mit dem Partner, nicht passen, die Ärgernisse hervorrufen und die man geändert haben möchte? Erteilt man Rügen, Tadel oder sogar persönliche Verrisse? Baut man seine Kritik darauf auf, unbedingt Recht zu behalten? „Nein“, lautet die unmissverständliche Antwort von Vorländer. Man solle durchaus ein kritisches Wort riskieren, wenn man sich wieder einmal über die berühmten Bartstoppeln im Waschbecken geärgert habe. „Kritik muss ein Gespräch, einen Dialog eröffnen.“ Denn wer kritikfähig ist, sei erst erwachsen.

Kritik sei auch eine Chance, so Vorländer. Aber der Ton mache die Musik. „Benutzen sie viel Grün in ihrem Leben. Schauen sie nicht auf die Löcher, schauen sie auf den Käse und denken sie darüber nach, auch einmal zu sagen: ,Entschuldige, es tut mir leid‘. Lassen sie Dinge nie im Vagen und verlangen sie von einer Maus nicht, dass sie fliegt.“

Während ihres Vortrages war es im Saal mucksmäuschenstill. Am Ende folgte langanhaltender Beifall.

Der Vormittag bot aber neben Vortrag und einem leckeren Frühstück auch viel Humoriges. Die „Platt-AG“ der Bassumer Land-Frauen hatte unter der Regie von Brigitte Heineke aus Neubruchhausen mit „Blaubeerjoghurt statt Donnerwetter“ und „De Fohrstünn“ zwei Sketche eingeübt, die auf der Bühne zu großen Lacherfolgen wurden. Ingrid Meyer, Marita Bultmann und Mariechen Dopmann waren die Stars des ersten Stücks. Christine Iburg, Birgit Meyer-Borchers und Gisela Kohlwes spielten beim zweiten Sketch mit. Die sechs waren dabei so gut in Kostüm und Maske, dass man sie kaum erkennen konnte. Ein absolut gelungener Vormittag ging nach gut drei Stunden in bester Stimmung zuende.

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