Kantorei mit Kinder- und Jugendkantorei in der Stiftskirche

Die Leidenszeit Jesu in vielen Facetten

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Ein stimmungsvolles A-Cappella-Konzert in der Stiftskirche stellten die Kantoreien auf die Beine.

Bassum - Umrahmt von besinnlicher Orgelmusik und Bibeltexten zur Passionszeit, boten die Sängerinnen und Sänger der Bassumer Kantorei sowie die Kinder- und auch die Jugendkantorei in der voll besetzten Stiftskirche ein sehr stimmungsvolles a-cappella-Konzert, das die Leidenszeit Jesu in vielen Facetten treffend beschrieb.

Dazu hatte man die Kirchenbänke umgedreht aufgestellt, sodass sich die Kantoreien vor der Orgelempore in direktem Kontakt zu dem wunderschön klingenden Instrument befanden und die Zuhörer neben den Sängerinnen und Sängern auch die Orgelpfeifen im Blick hatten.

Unter der Leitung von Kreiskantorin Réka Zsuzsánna Fülöp begann das passend zur Passionszeit sehr feinsinnig ausgesuchte Programm mit dem Eingangschor zur Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Dabei wurde die Kantorei von der ersten Note an stark gefordert. Sie löste die Vielstimmigkeit des Werkes brillant und stimmte damit auf ein Sonntagkonzert ein, das sich in Gesang, Orgelwerken und Texten ausschließlich der Leidensgeschichte Jesu widmete, so wie sie in den Evangelien beschrieben wird. Dabei ist die Passionserzählung alles andere als eine Heldengeschichte, denn der Tod am Kreuz wurde zunächst als Scheitern verstanden. Umso befreiender wirkte dann die Auferweckung Jesu von den Toten durch Gott.

Dem Thema entsprach auch die Auswahl der Werke, die Kreiskantor Ralf Wosch zwischen den „a-cappella“-Stücken an der großen Orgel der Stiftskirche mit gefühlvollem Anschlag intonierte. Walter Bellingroth las zudem passende Texte aus der Bibel vor.

„Vom Leiden und Sterben Jesu Christi“ erzählte auch das Werk von Bach, das die Kinderkantorei in erfrischend kindlicher Lockerheit zum Besten gab, während die Jugendkantorei „Geduld und Gelassenheit“, ebenfalls von J.S. Bach, besang.

Zu einem ersten Höhepunkt kam es, als die Kantorei das vielschichtige „Ave Verum“ des ungarischen Komponisten Orbán György sang und durch ein volumiges Ganzes die Zuhörer in ihren Bann zog.

Zum Schluss des Sonntagskonzertes zur Passionszeit in der Bassumer Stiftskirche traten die Kantorei, die Kinder- und die Jugendkantorei zusammen auf. Zu hören gab es „So liebt Gott die Welt“ von Bob Chilcott sowie „Es ist Weite in Gott’s Gnade“ von Maurice Bevan.

Die Stücke markierten ein großartiges Finale, das von dem hochinteressierten und fachkundigen Publikum frenetisch gefeiert wurde.

bbk

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