Kammerphilharmonie spielt in Bassum

Konzert mit persönlicher Note

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Florian Donderer spielt Geige und Bratsche, macht aber auch am Flügel eine gute Figur.

Bassum - „Hübsch hier“, quittiert Florian Donderer von der Kammerphilharmonie Bremen den Kapitelsaal im Bassumer Stift. „Das wird ein Konzert mit einer persönlichen Note. Das mögen wir.“ Am Montagmorgen war der Musiker zu Gast in Bassum, um letzte Details für seinen Auftritt am 3. Oktober zu besprechen. Empfangen wurde er von seinen Gastgebern, Bassums Äbtissin Isabell von Kameke und den Mitgliedern des Kulturforums.

Vom Saal war Donderer richtig angetan. Auch dass der Tisch stehen bleiben muss, allein schon aus statischen Gründen, scheint ihn nicht zu stören. Ein Auftritt vor 50 Gästen: „Ich freue mich sehr darauf.“

Für das Kammerkonzert wird er noch kräftig üben müssen. Denn nicht alle Komponisten sind dem Bremer Kammerphilharmoniker so vertraut wie Brahms. In „Phantasy Quintett“ von R. Vaughan Williams müsse er sich noch einhören, räumt er ein. „Und die Noten besorgen.“ Aber für einen Profi wie ihn, stelle das kein Problem dar. Eine Woche intensiver Proben würde reichen. Dann allerdings von morgens bis abends, erklärt er.

Dem Zusammenspiel mit seinen Kollegen sieht er mit Spannung entgegen. Diese Besetzung sei eine Premiere. Donderer, eigentlich Geiger, wird die Bratsche spielen. Mit ihm treten auf: Konstanze Lerbs (Violine), Friederike Latzko (Viola), Daniel Sepec (Violine) und Marc Froncoux (Violoncello).

Im Mittelpunkt des Konzerts steht Brahms. Das hat sich nicht das Kulturforum gewünscht, sondern wurde von der Kammerphilharmonie so vorgegeben. „Wir haben jedes Jahr ein anderes Thema, spezialisieren uns auf einen Komponisten. In diesem Jahr ist es Brahms“, erläutert der Musiker.

Dennoch hätten sie alle Freiheiten – es werde geradezu gewünscht, Neues zu probieren und zu entdecken. In immer wechselnden Besetzungen. Und so haben sich die Musiker für Bassum auch noch einige weniger bekannte Stücke ausgesucht. Unter anderem Fantasien für Streichinstrumente von Henry Purcell und eben das bereits genannte Phantasy Quintett von Williams. Von Brahms wird das Streichquintett Nr.2 G-Dur op111 zu hören sein. Und damit das Ganze nicht zu traurig wirkt, haben die Musiker noch ein Stück von Heinrich Ignaz Franz Biber hinzugenommen, aus dem Fidicinum Sacro-profanum (die Rosenkranzsonaten).

Das Konzert beginnt um 17.15 Uhr, Einlass ist ab 16.30 Uhr. Tickets gibt es nur im Vorverkauf für 18Euro bei der KSK Bassum.

al

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