Bassumer Kantoren bekommen Unterstützung aus Thüringen

Kammerkonzert mit Blockflöte

Die Kantoren Réka-Zsuzsánna Fülöp (rechts) und Ralf Wosch (2. von links) sowie Annette und Christoph Beyrer begeisterten beim Konzert in der Stiftskirche. - Foto Dagmar Voss

Bassum - Von Dagmar Voss. Wunderbare Musik aus dem Frühbarock bis hin zur Spätromantik füllte das große Stiftskirchenschiff am Sonnabendnachmittag. Die beiden Bassumer Kantoren Réka-Zsuzsánna Fülöp und Ralf Wosch hatten alle Fans dieser Musik zu einem Konzert eingeladen. Und zur musikalischen Verstärkung Kollegen aus Thüringen, Annette und Christoph Beyrer.

Mal griffen die Kantoren Wosch und Beyerer in die Tasten, auch mal vierhändig, dann wieder sangen die Kolleginnen, oder Anette Beyrer griff zur Blockflöte.

Eher selten gehörte Komponisten standen auf ihrem Programm, so Lodovico Grossi da Viadana (1560 bis 1627), italienischer Komponist, mit dessen „La Fiorentina“ Wosch und Beyrer den Auftakt machten. Während der Gastkantor oben die Register der Orgel zog, begleitete der Kantor ihn von unten an der Truhenorgel.

Dass die fabelhafte Akustik in der Kirche sogar für Blockflöte herrlich verstärkend wirken kann, stellten die beiden Gäste dann mit der himmlischen Sonate für Orgel und Blockflöte von Tarquinio Merula (1595 bis 1665) aus dem italienischen Frühbarock unter Beweis.

Bevor die unübertreffliche Bach’sche Musik, in diesem Fall Präludium und Fuge in e-Moll, von der großen Orgel erklang, brachte die Sopranstimme von Anette Beyrer, begleitet von der Orgel, mit Franz Tunders (1614 bis 1667) „Ach Herr, lass deine lieben Engelein“ von der Empore zu Gehör. Weitere Lieder – mal gesungen von Fülöp mit sanfter Altstimme, mal von Sopran und Alt – hatten die Musiker ausgewählt. So das „Ave Maria“ von Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901).

Bevor die Messe für zwei Frauenstimmen und Orgel von der französischen Komponistin und Pianistin Cécile Chaminade (1857 bis 1944) den krönenden Abschluss bildete, gab es noch die Fuge zu vier Händen von Johann Georg Albrechtsberger (1736 bis 1809). Und ein weiteres französisches Werk erklang: die Toccata von Théodore Dubois (1837 bis 1924), die in ihren verschiedenen Sätzen von leidenschaftlich-stürmisch bis melodisch-sanft.

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