Junge nach OP entlassen

Ashraf spielt wieder Fußball

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Froh und traurig zugleich: Dagmar Grigoleit, Assistenzarzt Dr. Timur Aslan und Chefarzt Dr. Massud Mamarvar (von links) mit ihrem kleinen Patienten.

Bassum - Von Berthold Kollschen. „Alle waren hier sehr nett. Sogar meine Mitpatienten haben mir immer wieder geholfen“, lässt Ashraf Mohammad übersetzen. Der zwölfjährige Junge aus Afghanistan wurde in der Plastischen Chirurgie des Klinikums Bassum erfolgreich an seinen Brandverletzungen operiert (wir berichteten).

Als er am Donnerstag entlassen wurde, um ins Friedensdorf nach Oberhausen zurückzukehren, liefen bei Dagmar Grigoleit, Schwester auf der Station 3 „St. Raphael“, die Tränen. „Er ist uns ans Herz gewachsen. Alle sind ganz traurig.“ Er habe alle aber auch ganz schön auf Trab gehalten. So spielte er bereits auf dem Flur der Station Fußball. „Zeit also, ihn nach Hause zu schicken“, freut sich Assistenzarzt Dr. Timur Aslan für den Jungen. Er hatte sich viel mit ihm beschäftigt. Da die persönlichen Unterlagen des kleinen Patienten aus Afghanistan zunächst noch unvollständig waren, gingen die Behörden aufgrund mündlicher Informationen anfangs davon aus, dass der Junge sieben Jahre alt ist. Diesen Umstand zweifelten die Bassumer Ärzte bereits bei seiner Einlieferung an. Inzwischen hat sich herausgestellt, Ashraf ist zwölf Jahre alt. Er wurde in Kabul geboren und kommt aus einem kleinen Ort in der Nähe der Hauptstadt namens Chahargol. Seine Eltern und seine zwei Geschwistern warten bereits sehnsüchtig auf ihn.

Auch sein Vorname war in den Unterlagen fälschlicherweise mit Mohammad angegeben. Er heißt nach eigener Aussage Ashraf mit Vornamen und Mohammad mit Nachnamen.

„Ashraf kommt zunächst wieder im Friedensdorf Oberhausen unter“, informiert Dr. Massud Mamarvar, Chefarzt der Plastischen Chirurgie des Klinikums Bassum, der den Jungen operiert hat. „Vermutlich kurz vor Weihnachten wird dann ein Flugzeug gechartert, das Ashraf und andere Patienten zurück in die Heimat fliegt.“

Ashraf war das 22. Kind aus Krisengebieten, das in Bassum an Brandverletzungen operiert worden ist. „Eventuell bekommen wir dieses Jahr noch ein weiteres Kind“, so Dr. Mamarvar.

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