Dinge reparieren, Nachhaltigkeit lernen

Jugendhaus Fönix, AWG und Reparatur-Café laden Kinder zur „Woche der Abfallvermeidung“ ein

Haben etwas vor: Rolf Pohler, Heinz Ahlering Andreas Storn und Dominik Albrecht zeigen die Lichterketten, die sie mit den Jugendlichen umrüsten wollen.
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Haben etwas vor: Rolf Pohler, Heinz Ahlering Andreas Storn und Dominik Albrecht zeigen die Lichterketten, die sie mit den Jugendlichen umrüsten wollen.

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung laden die AWG Bassum, das Reparatur- und Nähcafé sowie das Jugendhaus Fönix zu einem Vormittagsprogramm für Kinder und Jugendliche ein, bei dem Nachhaltigkeit und die Wiederverwendbarkeit von ausgemusterten und kaputten Dingen, neben dem Spaß, im Vordergrund stehen.

Bassum – „Hey, die sind doch perfekt!“, ruft Heinz Ahlering vom Bassumer Reparatur-Café, als ihn Dominik Albrecht, Pressesprecher der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) auf zwei kaputte Birnen in einer der vor ihm liegenden Lichterketten hinweist. Es ist dieser Elan, aus kaputten Dingen wieder etwas Funktionierendes zu machen, der die Ehrenamtlichen vom Reparatur-Café auszeichnet. Und davon sollen am übernächsten Samstag, 27. November, Kinder und Jugendliche profitieren.

Der Kontext, in den das Ganze eingebettet werden soll, ist die Europäische Woche der Abfallvermeidung vom 20. bis zum 28. November. Unter dem etwas sperrigen Motto „Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit“ soll in diesem Zeitraum vermehrt für einen bewussteren Konsum geworben werden. Auch Bassum beteiligt sich.

Drei Stationen für Kinder

Forum ist das Jugendhaus Fönix in Bassum. Dort wird es am 27. November zu einem generationenübergreifenden Treffen kommen. Auf der einen Seite sind es die Jugendlichen vom Jugendhaus, auf der anderen Seite die erfahrenen Ehrenamtlichen. Die wollen an drei geplanten Stationen die Kinder und Jugendlichen mitnehmen.

Das Näh-Café Bassum bietet an der ersten Station an, gemeinsam mit den Kindern aus alter Kleidung und Stoffresten Tragetaschen zu nähen.

Die Stationen zwei und drei leitet das Reparatur-Café. Zum einen können die Jugendlichen den Ehrenamtlichen bei ihrer Tätigkeit über die Schulter schauen, Fragen stellen und etwas über das Reparieren kaputter Dinge lernen. Zum anderen sollen alte Lichterketten und Lampen auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden.

Eine Station für wartende Eltern

Dass Letzteres eine knifflige Aufgabe werden könnte, merkt Heinz Ahlering beim Betrachten der Lichterketten: „Das sind Reihenschaltungen. Die müssen wir erst auf Parallelschaltung umbauen, schau mal“, sagt er zu seinem Kollegen Rolf Pohler. Der stimmt nickend und stirnrunzelnd zu. Im Zweifel werde man was improvisieren müssen. „Wie immer“. meint Ahlering lachend.

Je zwei Jugendliche sollen pro Station gleichzeitig betreut werden. in 45-minütigen Blöcken sollen so von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr insgesamt 24 Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren am Angebot teilnehmen können. Eigene Stoffreste oder kaputte Elektronik könne auch von zuhause mitgebracht werden, betont Albrecht. Und sollte es doch an einer der geplanten Stationen hapern, organisiert Stefan Seltmann vom Reparatur-Café Experimentierkoffer, mit denen gespielt werden kann.

Und auch an die wartenden Eltern denken die Organisatoren: „Wir stellen eine Feuertonne draußen auf, es wird gegrillt und es gibt warme Getränke“, verspricht Andreas Storn vom Jugendhaus.

Anmeldungen nehmen die Organisatoren ab sofort online unter www.jugendhaus-bassum.de entgegen. Anmeldeschluss ist Mitte kommender Woche. Es gelten die dann aktuellen Hygienevorschriften.

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