Empfang der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und Tafelmitarbeiter

„Intoleranz hat keine Chance“

Bürgermeister Christian Porsch (stehend) dankte den Ehrenamtlichen im Namen der Stadt.J Foto: usm

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Sie stehen Woche für Woche an der Essensausgabe der Bassumer Tafel, sie renovieren Wohnungen und schleppen Möbel, sie organisieren ein Begegnungscafé, sie begleiten Flüchtlinge zu Behörden und Ärzten oder sie übersetzen: Etliche Menschen engagieren sich für die Flüchtlinge in Bassum. Am Montag hat Bürgermeister Christian Porsch die ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, die Mitarbeiterinnen der Bassumer Tafel sowie die zuständigen Kollegen aus dem Rathaus zu einem Empfang eingeladen.

In entspannter Atmosphäre dankte Porsch den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit. Im Mittelpunkt standen die Wertschätzung der unentgeltlichen Arbeit und der Gedankenaustausch zwischen den Helfern. Porsch fand anerkennende Worte für die etwa 70 Helfer, die zum Empfang gekommen waren. „Sie alle haben geholfen, oft bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Dafür möchte ich Ihnen meinen und den großen Dank der Stadt Bassum ausdrücken“, sagte Porsch.

Er berichtete, dass die Arbeit der Initiative auch vom Landkreis sehr wertgeschätzt würde. Flüchtlinge erhielten in Bassum nicht nur die notwendigen Dinge des Alltags, sondern auch viel Hinwendung und Zuneigung. Er hob viele Punkte hervor, wie den herzlichen Empfang der ankommenden Flüchtlinge am Bassumer Bahnhof, die Bereitstellung von Familienpaten, den Betrieb einer Fahrradwerkstatt oder das bevorstehende Sommerfest „Bassum hält zusammen“ am ersten Septemberwochenende. Mit all diesen Aktivitäten vieler Ehrenamtlicher käme man einen großen Schritt weiter in Richtung Integration der Flüchtlinge.

Neben der Dankbarkeit für die geleistete Hilfe brachte Porsch auch die Fürsorge für die freiwilligen Helfer zum Ausdruck. Der Bürgermeister gab den Anwesenden mit auf den Weg, auf sich selbst zu achten. Bei allem Engagement dürften die Familie, der Beruf oder auch der Schlaf nicht zu kurz kommen.

Porsch erwähnte auch die Spendenbereitschaft der Bassumer Bürger und die Hilfe der Vereine und Kirchen. „Intoleranz hat bei uns keine Chance. Alle tragen dazu bei, ein Fundament für die Zukunft zu schaffen, damit wir weiterhin gut miteinander leben können“, stellte er fest.

„Wir empfinden die Einladung als Wertschätzung unserer Arbeit“, sagte Christin Köhler, die mit Ehemann Markus und ihren beiden Töchtern zum Empfang gekommen war. Seit Monaten betreuen sie die Familie Al Helal aus Damaskus. Am Anfang, so schilderte sie, sei es viel Arbeit gewesen: Behördengänge, Arztbesuche, Kindergarteneinstieg und vieles mehr. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, nur eine Familie zu begleiten, damit wir uns voll auf diese konzentrieren können.“

Markus Köhler hob die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Stadt hervor. Anja Windhorst und Hans-Jürgen Donner seien jederzeit sehr nett gewesen und hätten vieles ganz unbürokratisch angepackt.

Dieter Gerken, Hermann Böschen, Detlef Volke und Dietmar Sommer sind ebenfalls zum Empfang in die Mensa der Grundschule Mittelstraße gekommen. Die Mitglieder des ADFC haben schon einen Verkehrsregelkurs für Flüchtlinge angeboten. Aber nicht nur das. „Wir sind die Männer für die schwere Arbeit“, erzählten sie. Sie hätten viele Möbel geschleppt und Reparaturen durchgeführt.

Die Worte des Bürgermeisters würden sie nochmals anspornen, meinten die vier. Aber auch die große Dankbarkeit der Flüchtlinge mache ihnen viel Freude. Dietmar Sommer: „Wenn man erst mal dabei ist, merkt man auch die Notwendigkeit.“

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