Prinzhöfte-Schule öffnet Pforten / Viele Eltern informieren sich über Unterrichtsalltag

Interesse an freien Schulen steigt

Marla zeigt, wie besonders große, wabbelige Seifenblasen produziert werden. Foto: bt

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Selbstbewusst und locker präsentierten sich am Sonntag die Kinder der Prinzhöfte-Schule, die Besucher bei einem Tag der offenen Tür durch ihre Schule führten, Fragen zur Unterrichtsgestaltung beantworteten und Ergebnisse ihrer Projektarbeiten vorstellten.

Schulleiterin Tina Wilkens hatte zu Beginn viele Gäste in der Aula begrüßt und sie zu einer Fragerunde mit Schülerinnen und dem Elternratsvorsitzenden Matthias Thom eingeladen. Die Mädchen stellten vor, wie ein Schultag abläuft und wie Kurszeiten, freie Lernzeiten und die Arbeit an Projekten verteilt sind. Sie würden lernen, sich selbst zu organisieren, und ihre Kreativität und Fantasie würden gefördert. Viel Wert werde außerdem auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz und Lernfreude gelegt. „Wir lernen auch, aufeinander auch außerhalb der Schule Acht zu geben“, berichtete Jona-Marie Brand, die die Prinzhöfte-Schule im Sommer verlassen hat und jetzt eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen hat.

Thom hat als Unternehmer festgestellt, wie wichtig selbstständige, wissbegierige Auszubildende sind. In diesem Punkt seien die ehemaligen Schüler der Prinzhöfte-Schule denen aus anderen Einrichtungen voraus. „Sie haben gelernt, selbstständig zu agieren, kreativ zu arbeiten und sind sehr teamfähig.“

Für viele interessierte Eltern ging es um die Organisation des Schulbesuchs. Die Kinder berichteten von Fahrgemeinschaften aus verschiedenen Richtungen, die von den Eltern organisiert werden. Für Kinder, die mit der Bahn kommen, besteht eine Busverbindung zwischen Bahnhof und Schule, die auf die Ankunfts- und Abfahrzeiten der Züge abgestimmt ist. Die Fahrkosten würden vom Landkreis übernommen, erzählten die Kinder.

Eine wichtige Frage ist für Eltern der Unterrichtserfolg. Diesbezüglich kann die Prinzhöftze-Schule Erfolge vorweisen, denn die Schüler belegen bei Wettbewerben regelmäßig vordere Plätze. Bei den extern geleiteten Abschlussprüfungen der zehnten Klassen bekommt die Schule die Bestätigung ihres Konzeptes durch im landesweiten Vergleich gute bis sehr gute Ergebnisse bei den Haupt- und Realschulprüfungen, wobei der erweiterte Realschulabschluss zum Besuch des Gymnasiums berechtigt.

Begleitet wurde der Tag durch Aktionen wie Kinderschminke, Seifenblasen bilden und einer Rollbahn. Für Musik sorgte Michael Insinger. Auf der Bühne präsentierten die Kinder Sketche, erzählten Witze und sangen ihr Lied „Wir sind die Kinder der freien Schule“.

Pressesprecher Michael Wischniewski-Purrmann freute sich über den sehr guten Besuch dieser Info-Veranstaltung. Sie lasse das gestiegene Interesse an der Arbeit an freien Bildungseinrichtungen erkennen: „Diese von den Eltern getragene Schule ist schon seit Langem kein ,Experiment‘ mehr, sondern in den letzten 20 Jahren zu einer soliden Erfolgsgeschichte geworden.“

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