Haushaltsentwurf 2022

Bassum investiert 13,5 Millionen Euro in die Zukunft

Barrierearm sieht anders aus. Die Bushaltestellen in Bassum sollen in diesem Jahr entsprechend angepasst werden.
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Barrierearm sieht anders aus. Die Bushaltestellen in Bassum sollen in diesem Jahr entsprechend angepasst werden.

Bassum – Rund 13,5 Millionen Euro will die Stadt Bassum dieses Jahr ausgeben. Die Investitionen seien nötig, „um die Attraktivität der Stadt zu steigern“, sagt Bürgermeister Christian Porsch. Gemeinsam mit Kämmerin Anke Schulz gibt er einen Einblick in den Haushaltsentwurf.

„Es handelt sich um Planzahlen“, macht er deutlich. Die Positionen können sich im Jahresverlauf verändern. So könnten einerseits neue Anträge an die Verwaltung herangetragen werden und weitere Kosten verursachen oder aber Ausgaben auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Sämtliche geplante Investitionen werden in den Sitzungen den fünf Fachausschüssen in den kommenden Wochen detailliert vorgestellt. „Damit konkretisieren sich die Zahlen immer weiter“, sagt Schulz.

Gedeckt wird die Investitionssumme im Entwurf einerseits durch Kredite in Höhe von sieben Millionen Euro sowie durch Zuschüsse und Fördergelder von mehr als sechs Millionen Euro.

Kredite in Höhe von 7 Mio. Euro

Zu den größeren Posten der Kalkulation gehört die Erweiterung der Grundschule Bramstedt. Die Einrichtung soll bis zum kommenden Jahr zweizügig werden. Der Ausbau kostet nach aktuellem Stand etwa 1,5 Millionen Euro. In Sachen Bildung steht zudem eine Sanierung an der Grundschule Mittelstraße auf dem Plan. Dort soll die Alte Schmiede für 380 000 Euro energetisch auf den neusten Stand gebracht werden.

„Mehr als eine Hausnummer“ sind für den Bürgermeister die noch ausstehenden Posten im Zusammenhang mit dem Umbau des Naturfreibades. Dieses wird den Plänen zufolge in diesem Jahr noch nicht wieder öffnen und kostet die Stadt 1,3 Millionen Euro. „Am Ende können wir dort ein schönes Projekt für die Bassumer und Touristen präsentieren“, freut sich Porsch aber schon jetzt auf die Freizeiteinrichtung inklusive einem Stellplatz für Wohnmobile.

720 000 Euro für Neubau Kindergarten Kinderreich

Da der Neubau des städtischen Kindergartens Kinderreich an der Bürgermeister-Lienhop-Straße inzwischen abgeschlossen ist, könne man sich nun dem Bestandsgebäude widmen und die Sanierung auf den Weg bringen. Dafür stehen 720 000 Euro im Plan. In der Nachbarschaft der Kindertagesstätte wird indes für ein Wirtschaftsgebäude Geld benötigt. Im Tierpark Petermoor soll für 360 000 Euro ein separater Bereich für das Personal geschaffen werden.

Das Kopfsteinpflaster in der Bahnhofstraße entspricht nicht länger den Anforderungen und soll weichen.

Viele Investitionen sieht der Verwaltungschef als Pflichtaufgaben für die Stadt. So entspreche der Belag der Bahnhofstraße nicht mehr den Ansprüchen des Verkehrsaufkommens. Bis 2023 soll der Straßenzug deshalb für 980 000 Euro saniert werden. Mit 450 000 Euro rechnet die Verwaltung für die Anpassung der Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Lindenstadt. Diese sollen schrittweise möglichst barrierearm werden, so Porsch.

680 000 Euro für Umstellung auf LED-Technik

Die Straßenlaternen in Bassum werden schrittweise auf LED-Technik umgestellt. „Das macht sich bereits positiv beim Stromverbrauch bemerkbar“, merkt Porsch an. Bis 2023 sollen für 680 000 Euro noch mehr energieeffiziente Quellen angeschafft werden. Ferner müsse man darüber nachdenken, weitere Laternen, etwa entlang der Bremer Straße, zu installieren. Die einseitige LED-Beleuchtung in Kombination mit den inzwischen gut gewachsenen Bäumen reiche nicht mehr aus.

Im Industriegebiet „Vor dem Karrenbruch“ sollen sich auf insgesamt fünfeinhalb Hektar neue Gewerbetreibende ansiedeln und bestehende Unternehmen ihre Kapazitäten erweitern. Nach den Kanalbauarbeiten im Dezember folgen am Bramstedter Kirchweg in Kürze die Straßenbauarbeiten. „Zum Sommer können wir hoffentlich die ersten baufertigen Grundstücke zur Verfügung stellen“, kündigt Porsch an.

Feuerwehrhaus in Dimhausen soll umgebaut werden

Die Ortsfeuerwehr Dimhausen taucht im Haushaltsentwurf ebenfalls unter dem Aspekt „größere Investitionen“ auf. Für die Ehrenamtlichen ist nicht nur ein neues Tanklöschfahrzeug für 390 000 Euro vorgesehen, sondern zusätzlich der zweijährige Umbau des Feuerwehrgerätehauses mit 750 000 Euro. Um den Brandschutz zu gewährleisten, wird es darüber hinaus Umbaumaßnahmen an weiteren Standorten geben.

Im Vergleich zum Vorjahr gebe die Stadt mehr Geld aus, erläutert die Kämmerin. Gleichzeitig habe man diverse Zuschüsse akquirieren können, freut sich die Verwaltungsangestellte. „Das ist nicht das durchschnittliche Investitionsvolumen, und wir können so auf Dauer auch nicht weitermachen“, pflichtet Porsch bei. Seinen Berechnungen zufolge liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Bassum mit dem Haushalt 2022 bei rund 155 Euro. Denn zum Bilanzstichtag wurde die Schuldensumme auf 2,5 Millionen Euro beziffert.

Den interaktiven Haushaltsplan der Stadt Bassum finden Interessierte unter www.bassum.de/rathaus/verwaltung/finanzen.

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