Imker Wilhelm Schrader mit spannendem Vortrag für die Bassumer Land-Frauen

Im Wunderland der Bienen

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Imker Wilhelm Schrader referierte am Mittwochnachmittag im Gasthaus Freye auf Einladung der Bassumer Land-Frauen über seine Arbeit mit Bienen.

Osterbinde - „Bienen sind schlauer als wir alle zusammen.“ Das stellte Wilhelm Schrader, Imker aus Neubruchhausen, als Tenor in den Mittelpunkt seines Vortrags bei den Bassumer Land-Frauen am Mittwochnachmittag im Gasthaus Freye in Osterbinde.

Vorab zeigte Schrader einen rund halbstündigen Film mit dem Titel „Im Wunderland der Bienen“, der einerseits Grundlage für seinen Vortrag war, andererseits viele Fragen an den Fachmann nach sich zog.

„Ohne Bienen würde

Menschheit verhungern“

„Ohne Bienen würde die Menschheit innerhalb von fünf Jahren verhungern“, ist der erfahrene Imker überzeugt. Grund: „80 Prozent aller Pflanzen, die Früchte tragen, werden durch Bienen bestäubt.“ Volkswirtschaftlich gesehen schüfen Bienen somit weltweit Werte, die in die Milliarden gehen.

„Die Bienen sind bei der Ausübung ihrer vielschichtigen Aufgaben kleine Akrobaten“, erklärte Schrader. „Sie üben innerhalb ihres Stocks alle Berufe aus, um ihr Volk zu erhalten, der Königin die Kinderstuben für ihre Eier zu bereiten und später die Maden zu mästen.“ Königinnen werden vier bis fünf Jahre alt und können nach ihrer Begattung täglich zwischen 2000 und 3000 Eier legen.

Wilhelm Schrader selbst hält 45 Bienenvölker, die derzeit je rund 15000 der fleißigen Insekten beherbergen. In den warmen Sommermonaten sind es jeweils zwischen 50- und 60000 Bienen. Zu Spitzenzeiten kümmert er sich um rund 2,25 Millionen Bienen.

„Glauben sie nicht, dass ein Imker mit seinen Bienenvölkern viel Geld verdienen kann“, so Schrader. „Im Gegenteil, die Imkerei ist ein aufwendiges und teures Hobby, das aber sehr viel Spaß macht.“

Um Imker zu werden, um Bienenstöcke aufstellen und Bienenprodukte verkaufen zu können, benötigt man einen Lehrgang und eine Baugenehmigung für die Stöcke. Außerdem ist die Mitgliedschaft in einem anerkannten Imkerverein zwingend erforderlich.

Eine weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Bienenzucht sei die Naturverbundenheit, sagt Schrader. Man müsse seinen Tagesablauf im Einklang mit der Pflanzen- und Tierwelt gestalten.

Nach Film und Vortrag gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Gäste wollten wissen, wie das Leben einer Königin endet, was eine Königin kostet, wie der Honig geerntet wird. Wilhelm Schrader konnte auf alle Fragen umfassend antworten.

bbk

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