Ehepaar Willeke feiert heute das Fest der diamantenen Hochzeit

„Ich habe Renate beim Knobeln verloren“

Renate und Bruno Willeke freuen sich auf ein rauschendes Fest. Foto: Ute Schiermeyer

Bassum - Von Ute Schiermeyer. „Pech im Spiel – Glück in der Liebe“ – mit diesem Sprichwort könnte man den Beginn der Liebesgeschichte von Renate und Bruno Willeke betiteln. „Ich habe Renate beim Knobeln verloren“, erzählt Bruno Willeke gern. Womit er aber meint, dass er beim Knobeln verloren und deswegen seine Renate bekommen hat. Das war im Jahr 1953. Einige Jahre später, am 30. Januar 1960, wurde das Paar in der St. Johanniskirche in Bremen getraut und darf heute diamantene Hochzeit feiern.

Die Idee, um hübsche Mädchen zu würfeln, entnahmen der 17-jährige Bruno Willeke und ein Jugendfreund dem Film „Klavierspielereien“ mit Hardy Krüger. Eines Sonntags im September 1953 sahen die Jungs die Freundinnen Renate und Anna und knobelten um Anna. Bruno verlor das Spiel und durfte daraufhin „nur“ die 15-jährige Renate Madel ansprechen. „Bruno begleitete mich nach Hause und wir haben uns gleich nach dem Abendbrot wieder verabredet“, erinnert sich Renate Willeke an ihre erste Begegnung. Es hat wohl sehr schnell gefunkt zwischen den beiden, denn von da an sahen sie sich fast täglich. Vier Jahre gingen sie miteinander, bis sie sich 1957 verlobten. „Ich habe die Ringe gekauft und dann haben wir uns im ,Admiral’ in Findorff bei einem Glas Wein verlobt“, erinnert sich Bruno Willeke an diesen denkwürdigen Abend zurück.

Der gelernte Schaufensterdekorateur war zu der Zeit bei Kaffee Hag angestellt, Renate arbeitete in einer Buchbinderei. „Wir hatten 1960 eigentlich noch nicht vor, zu heiraten, aber wir konnten eine Wohnung bekommen, natürlich nur als Ehepaar“, erinnert sich die Jubelbraut. So zogen sie nach der Hochzeit in die erste gemeinsame Wohnung in der Bremer Neustadt. Eine schmucke Feier gab es in der Kantine des Wohlfahrtsamtes, welche die Eltern des Bräutigams betrieben. Ebenfalls 1960 machte sich Bruno Willeke als Dekorateur selbstständig. Das Paar lebte zunächst in Bremen, wo 1964 Sohn Mario und 1972 Tochter Nicole geboren wurden, bis die Familie 1977 aufs Land zog. „Bruno wollte unbedingt aufs Land, ich wollte nicht“, gesteht Renate Willeke. Sie ließ sich aber auf einen Versuch ein. Ein schönes Haus mit Blick auf Weiden und Tiere fand die Familie in Stühren. Renate Willeke änderte ihre Meinung sehr schnell, auch, weil sie merkte, wie wohl die Kinder sich in Stühren fühlten.

Geholfen, „ins Dorf reinzukommen“, habe ihnen, dass sie dem Schützenverein beitraten, berichtet das Ehepaar. Um den Traum vom Landleben perfekt zu machen, wurden weitere Wünsche erfüllt: Bruno bekam eine Dogge und Renate machte den Führerschein. Ein paar Jahre später zog die Familie nach Nordwohlde, blieb dem Stührener Schützenverein aber weiter eng verbunden.

Die Wochenenden verbrachte das Paar oft auf ihrer „Alten Beule“, einem Motorschiff, das im Hafen des Wassersportvereins Hanse Kogge lag. Dort sang Bruno Willeke auch 25 Jahre im Shantychor. Gern erinnern sich die Jubilare an eine gemeinsame Reise der Sänger mitsamt Ehefrauen nach New York zur 500-Jahr-Feier der Entdeckung Amerikas. Dort hatte der Shantychor mehrere Auftritte auf der „Alexander von Humboldt“. Bruno Willeke, der vielen auch als leidenschaftlicher Witzeerzähler bekannt ist, füllte auch dort die Pausen mit seinen Anekdoten.

Neben dem Singen und Erzählen ist Malen das große Hobby des 83-Jährigen. In der jetzigen Wohnung in Blockwinkel hängen viele eigene Werke. Renate Willeke ist dagegen eine ausgesprochene Leseratte. Die größte Freude bereiten den beiden aber die drei Enkelsöhne Benedikt, Clemens und Laurenz.

Da die goldene Hochzeit aufgrund eines Sturzes von Bruno Willeke abgesagt werden musste, freut sich das Jubelpaar, nun die diamantene Hochzeit richtig feiern zu können.

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