Vielfalt wird bei Stedings groß geschrieben

Hoffest für alle Sinne

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Bei einer Führung über das 23 Hektar große Gelände bekamen die Besucher des Tag des offenen Hofes in Bramstedt einen Einblick in die Arbeit und den ökologischen Anbau.

Bramstedt - Von Anika Bokelmann. Elke Steding und Heiner Hibbing wissen, wie man ökologisch mit Ressourcen umgeht. Sie bewirtschaften seit 1987 den Hof von Stedings Eltern an der Bassumer Straße in Bramstedt und bieten dort eine große Vielfalt an selbstangebautem Obst und Gemüse, Backwaren und Eiern. Beim Hoffest anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Bioland-Hofes Steding gewährten sie Besuchern am Sonntag einen Einblick.

„Ihr könnt stolz auf eure Arbeit sein“, meinte Harald Gabriel. Der Geschäftsführer des Bioland-Landesverbandes Bremen/Niedersachsen gratulierte Steding und Hibbing zum runden Geburtstag und machte die Besucher darauf aufmerksam, dass in Bramstedt eine „wichtige Aufgabe für die zukunftsfähige Landwirtschaft“ geleistet werde. Neben dem ökologischen Anbau setzen sich die Eheleute auch agrar- und energiepolitisch sowie sozial ein. Mit ihren Aktivitäten außerhalb des Hofes machen sie auf Missstände aufmerksam. Im Gegenzug waren beim Hoffest Vertreter von Attac (Bildungsbewegung für ökologisches Denken) und Anhänger der Energiewende vertreten, um für ihr Engagement zu werben.

Viel zu sehen, viel zu probieren

Bei einem der Rundgänge über den 23 Hektar großen Betrieb erklärte Elke Steding, welches Gemüse zu welcher Jahreszeit in den fünf Gewächshäusern heranreift und was sie regelmäßig in ihrem Kräutergarten erntet. Wohlduftende Aromen stiegen den Besuchern dabei in die Nase. Neben Tee- und Duftkräutern wie Salbei und Melisse wächst in Bramstedt Majoran, Pfefferminze und Co. Insgesamt zählen 40 verschiedene Kulturen zum Biohof. Davon konnten sich die Gäste mit allen Sinnen überzeugen.

Tag der offenen Tür auf Biohof in Bramstedt

Es gab nicht nur viel zu sehen und zu erfahren, sondern auch einiges zu Probieren: frisches Brot, Salami und Kekse zum Beispiel. Zum kulinarischen Angebot gehörten auch Dinkelwaffen, selbst gebackene Pizzaschnecken, Bratwurst und ein Kuchenbüfett. Einen Hörgenuss bot an der Pforte ein Drehorgelspieler aus Aurich.

Zum Biohof zählt nicht nur der biologisch-ökologische Anbau von Pflanzen und Getreide für die hauseigene Backstube, sondern auch 300  Hühner. Sie liefern die Eier für den Hofladen und werden zudem als Suppenhühner vermarktet. Die rund 100 Hähnchen werden je nach Bedarf geschlachtet.

Ursprünglich wollten Stedings „ein bisschen was im Garten anpflanzen“

Seit diesem Frühjahr leben „Dende“ und „Fiete“ auf einer Weide neben dem großen Bauernhaus. Die beiden Mastbullen-Kälber sind für das kommende Jahr für die Vermarktung vorgesehen, berichtete Steding.

Angefangen habe auf dem Hof alles im Kleinen. „Wir wollten ein bisschen was im Garten meiner Eltern anpflanzen“, so Steding. Von den 13 Hektar ist der Betrieb in 30 Jahren auf 23 Hektar gewachsen und heute der Lebensmittelpunkt des Ehepaares. Das ganze Jahr über gebe es etwas zu tun, frisches Gemüse sei saisonal vorhanden, unterstrich die gelernte Hauswirtschafterin Elke Steding.

Die jüngeren Besucher lernten am Land-Frauen-Stand, wie die Pflanze aussieht, aus denen die Haferflocken stammen, und wie man mit Kartoffeln bunte Bilder entstehen lässt. „Gerade für Stadtkinder ist das Neuland“, betonte Stefanie Menzel.

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