Die Höhner spielen am 3. Oktober in der Bassumer Sporthalle am Schützenplatz

„Da simmer dabei“

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Die Höhner haben ein neues Album. „Mach laut“ heißt es am 3. Oktober in Bassum.

Bassum - „Da simmer dabei, dat ist prima. Viva Bassumia“, dürfen die Bassumer und Gäste am 3. Oktober lauthals brüllen. Denn dann kommt die kölsche Band Höhner in die Sporthalle am Schützenplatz.

„Da wird gerockt, was das Zeug hält“, versprechen die Veranstalter. Um 19 Uhr startet die Warm-up-Party mit DJ und einem Auftritt der jungen Sängerin Nadine Prinz. Ab 21 Uhr erobern die Kölner Jungs die Bühne. Im Anschluss steigt in der Schützenhalle für alle Feierwütigen eine After-Show-Party mit DJ.

Klar, dass an diesem Abend viele Hits der Unterhaltungsband gespielt werden – allen voran „Wenn nicht jetzt, wann dann“.

Man kennt die sechs Musiker aus Köln als leidenschaftliche, den Menschen und dem Leben zugewandte Entertainer. Von prätentiöser Coolness haben die sechs Typen nach eigener Aussage nie viel gehalten. Erlaubt ist im Höhner-Kosmos, was gefällt – und das ist viel.

„Schenkt man den 14Songs des neuen Albums „Mach laut“ die gebührende Aufmerksamkeit, lernt man sechs langjährige Freunde neu lieben und schätzen. Die Musik ist vielfältiger und gleichsam gradliniger geworden“, heißt es in der Pressemitteilung der Band. Sie klinge internationaler, aber immer noch definierbar Kölsch. Die Grenzen zwischen Höhner-Songformen in satter Hymnenart und Pop seien fließender geworden.

Von einer Auszeit vom alten Höhner-System ist die Rede. „Wir stehen in der Pflicht, uns immer wieder neue erfinden zu wollen“, beschrieb Keyboarder und Höhner-Mitbegründer Peter Werner die Dynamik, aus der „Mach laut!“ schöpft. Dem Fortschritt und der Pop-Moderne zugewandt, vollzog die Band einen Szenenwechsel. Der Umzug in eine neue musikalische Nachbarschaft habe das neue Höhner-Album geprägt. Sechs Tage lang kostete die Band im letzten Jahr ein Experiment aus, das sich „Writer’s Camp“ nennt, was sinngemäß soviel wie Ideenschmiede bedeutet.

In einem Hinterhof in Berlin-Kreuzberg spielten sich die Musiker kreative Bälle zu. Es wimmelte vor bekannten Gesichtern: Ex-Lemonbabies- und Die-Ärzte-Gast-Sängerin Diane Weigmann, Unheilig-Co-Produzent Kiko Masbaum und ein gutes Dutzend weiterer Modernisten sollen beteiligt gewesen sein. Von morgens 11 Uhr bis zur allabendlichen „Abhöre“ um 21 Uhr entstanden in Rekordzeit neue Höhner-Songs: „Kinder der Sterne“, „Bliev he als Fründ“, „Lass alle Fahnen für Dich wehen“.

Andere Songs erzählen vom freiheitlichen Selbstverständnis der Band, die in Berlin, Hamburg und München längst als gesamtdeutsches Phänomen umarmt wird. Da tanzt „Der Opportunist“ völlig selbstverständlich in Dancehall-Taktung. Beim Brass-gestärkten „Do musste durch“ grüßt Springsteen. Weiße Westen, millionenschwere Fußballer-Transfers und die allgegenwärtige Nervensäge Navi bekommen in „Nemm’se mich, ich bin das kleinere Übel“ ihr Fett weg.

Das Publikum darf also gespannt sein. Karten gibt es in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung für 33,30 Euro (Stehplatz). Es gibt nur noch zwei Sitzplatzkarten (inklusive Imbiss für 44,40 Euro).

Hinweis: Die auf den Plakaten vom Veranstalter angegebenen Preise von 29 Euro sind Nettopreise. Da muss die Vorverkaufsgebühr angerechnet werden. Lediglich im Bürgerservice der Stadt Bassum gibt es Tickets für 29 Euro.

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