Naturfotografie als Ventil

Hobby-Fotograf Stephan Sabath fängt Bassumer Umgebung mit der Kamera ein

Hobby-Fotograf Stephan Sabath findet Inspiration im elterlichen Garten.
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Hobby-Fotograf Stephan Sabath findet Inspiration im elterlichen Garten.

Ein Schicksalsschlag brachte Stephan Sabath aus Fesenfeld dazu, tief in seine Leidenschaft fürs Fotografieren einzutauchen. Seitdem lichtet er große und kleine Dinge in der näheren Bassumer Umgebung für sich und andere ab.

Nordwohlde – Stolz steht Stephan Sabath in seinem Arbeitszimmer. Es ist unaufgeräumt, etwas rumpelig. Auf den Regalen stehen Fotografien, unzählige Postkarten stapeln sich. Doch dieses Zimmer ist Sabaths Rückzugsort, dorthin verkrieche er sich gerne, wie er selber sagt; die Fotografien sind seine Werke. Seine Leidenschaft entwickelte sich allerdings erst spät.

Der Sonnenuntergang spiegelt sich im Wasser.

Vater Hermann war selber passionierter Hobby-Fotograf und gab sein Interesse an Sohn Stephan weiter, der seine Bilder Ende vergangenen Jahres im Stadtladen in Bas-sum ausstellte. Doch Anfang 2021 stirbt Hermann Sabath. Ein harter Schlag für die Familie, besonders für Stephan, der sich zunächst zurückzieht, dann allerdings ein Erlebnis hat, das in ihm von jetzt auf gleich seine Leidenschaft fürs Fotografieren auf ein neues Level hebt. „Ich war draußen und wollte meine Ruhe haben“, sagt Sabath. „Da habe ich einen mega Sonnenuntergang gesehen, mir die Kamera von Papa geschnappt und ein cooles Foto geschossen.“ Danach habe er „einfach weitergemacht“, wie er erklärt. Seitdem begleitet ihn die Kamera stets. Fotografie als Ventil, um mit der Trauer umzugehen.

Zwei Bremsen.

Niemand habe ihm das Fotografieren beigebracht, seine Kenntnisse eignet er sich autodidaktisch an: „Belichtung, Weißabgleich und so weiter, da habe ich mich reingefuchst.“ Jede freie Minute sei er unterwegs, vom von Mutter Brigitte gepflegten elterlichen Garten bis zur näheren Bassumer Umgebung. „So 10 bis 15 Kilometer“ um sein Elternhaus in Fesenfeld herum sei sein Gebiet. Seine Spezialitäten: Sonnenauf- und Untergänge sowie Makrofotografie, also kleine Dinge detailreich einfangen. Monotonie komme dabei nicht auf: „Wir haben hier hammer Ecken, und es gibt immer andere Motive. Und selbst das gleiche Motiv sieht, wenn man einfach mal 15 Minuten wartet, schon wieder ganz anders aus.“ Besonders gerne fotografiere Sabath übrigens die Windräder in Stühren. „Viel Freifläche, da kann man sowohl Sonnenauf- als auch Untergänge fotografieren“, sagt er.

Eine Schnecke hat sich in einer Blüte verschanzt.

Inzwischen fotografiert er nicht mehr nur für sich selber. Er bietet seine Fotografien, vor allem in Form von Postkarten, zum Verkauf an und pflegt zudem eine Präsenz auf Instagram, auf der er sein Hobby mit der Welt teilt. Ob die gelernte Fachkraft für Lagerlogistik seine Leidenschaft gerne zum Beruf machen möchte? „Ziel würde ich das jetzt nicht nennen“, sagt Sabath, „ich möchte mir erst mal ein kleines Standbein nebenbei aufbauen. Es ist schön, wenn anderen meine Bilder gefallen. Aber falls sich die Chance mal bieten sollte: warum nicht?“

Regen auf einem Blatt

Bis dahin betreibt er sein Hobby weiterhin im Kleinen, aber mit Begeisterung. Zigtausende Male habe er seit Anfang des Jahres auf den Auslöser gedrückt. Und unzählige Stunden im Arbeitszimmer verbracht. Seinem Rückzugsort.

Kontakt:
www.yourartshop.de/2151872
Instagram: sunsetdreamde

Im richtigen Licht glänzt das Getreide goldfarben.

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