Heute schon geküsst?

Bassumer schicken ihren Liebsten zum Weltkusstag einen Gruß

Küssen ist gesund und macht Spaß – heute ist der Internationale Welttag des Kusses. - Foto: dpa

Bassum - Von Frauke Albrecht. Heute schon geküsst? Der Kuss ist Ausdruck für Liebe, Freundschaft und Zuneigung. Das hat eine Ehrung verdient: Am heutigen Donnerstag ist Internationaler Tag des Kusses. Eine Umfrage, wenn auch keine repräsentative, dieser Zeitung gestern in Bassum ergab, die Bassumer küssen gern – und an den ersten Kuss erinnern sich fast alle. Auch wenn er schon viele Jahre her ist.

Hannelore Albers erinnert sich noch an den ersten Kuss ihres Mannes.

Wir fragten außerdem: Wem möchten Sie auf diesem Weg einen Kuss übermitteln? Die meisten nannten ihren Partner. Hannelore Albers schickt allerdings ihrer Tochter Gaby einen Kuss. „Mein Mann lebt nicht mehr“, erzählt die Bassumerin. Aber an den ersten Kuss von ihm erinnert sie sich immer noch. „Es war im Februar 1958. Es war wunderschön!“ Ihr Mann Johann sei der erste und einzige für sie gewesen.

Silke Winkelmann grüßt und küsst ihren Mann Sven.

Den ersten Kuss, den Silke Winkelmann erhalten hat, war ein freundschaftlicher. „Da war ich sieben Jahre alt.“ Ihr „Freund“ wohnte nebenan – den Knutsch gab es über den Gartenzaun. Heute küsst sie nur noch ihren Mann Sven. Ihm sendet sie auf diesem Wege einen Kuss. Vor sieben Jahren hätten sich ihre Lippen das erste Mal berührt – und es sei heute noch immer genauso schön, betont sie.

Seit 35 Jahren ist Marita Saegler verheiratet. „Und wir küssen uns immer noch gern“, lacht die Bassumerin.

Der Vater seiner Frau Christiane war beim ersten Kuss von Andreas Schulze dabei.

Andreas Schulze schickt seiner Frau Christiane einen dicken Kuss. „Wir sind seit zehn Jahren verheiratet, aber schon seit 35 Jahren zusammen.“ Den ersten Kuss, den er seiner Christiane gab, war bei der Verabschiedung auf der Straße. „In dem Moment kam ihr Vater vorbei“, erinnert sich Schulze schmunzelnd. Der Papa hätte aber nichts dazu gesagt.

Hiltraud Plaumann bekam den ersten Kuss in der Disco.

Hiltraud Plaumann küsste ihren Mann Peter das erste Mal in der Discothek Grote in Bassum – vor 55 Jahren. „Wir waren bei einem Konzert“, weiß sie noch genau. Der Name der Sängerin sei ihr entfallen. Die Band war sowieso Nebensache, die beiden hatten nur Augen füreinander. Ihr Kuss-Gruß geht natürlich an ihren Peter.

Regina Schmidt war 15 Jahre alt, als ihr heutiger Mann sie das erste Mal küsste. „Es war bei mir zuhause vor der Haustür.“

Heinrich Grunau schickt seiner Frau auf diesem Weg ein Küsschen.

Heinrich Grunau schickt seiner Frau einen dicken Kuss. An den ersten erinnert er sich nicht mehr genau, aber an viele, die folgten. Die beiden sind seit mehr als 60 Jahren verheiratet. „Meine Frau küsst mich viel und oft“, erzählt er. „Zur Begrüßung, zum Abschied und auch zwischendurch.“ So soll es sein. „Um eine Liebe, in der nicht mehr geküsst wird, steht es nicht gut“, schrieb der französische Philosoph Alexandre Lacroix. Da kann Grunau also ganz beruhigt sein.

Die Berührung zweier Seelen 

Philosoph Platon glaubte, dass sich bei einem Kuss von Mund zu Mund die Seelen berühren. Stürmisch oder zögerlich: Jeder küsst anders. Obwohl nach Schätzungen von Wissenschaftlern zwei Drittel aller Menschen beim Küssen ihren Kopf nach rechts drehen. Küssen ist auf jeden Fall eine sehr gesunde Sache. Bei einem hingebungsvollen Kuss sind mehr als 30 Gesichtsmuskeln in Bewegung, haben Mediziner herausgefunden. Adrenalin und Glückshormone werden ausgeschüttet. Wer oft küsst, lebt bis zu fünf Jahre länger, wollen US-Forscher herausgefunden haben. Der Kuss sei eine Art Schluckimpfung, durch den wechselseitigen Austausch von Bakterien würden die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert.

Längst ist Küssen in der Öffentlichkeit nicht mehr verpönt. Geküsst wird rund um den Globus. Die westliche Kusskultur des 20. Jahrhunderts ist vom Kino geprägt. Noch in den 1930er-Jahren gab es in Hollywood einen Verhaltenskodex, der in Filmszenen „lustvolle Umarmungen“ und „ausgedehnte und wollüstige Kussszenen“ verbot. Dennoch galten die Küsse zwischen Vivien Leigh und Clark Gable in „Vom Winde verweht“ oder von Deborah Kerr und Burt Lancaster in „Verdammt in alle Ewigkeit“ lange als erotischste Küsse aller Zeiten.

Nun aber genug der Worte. Liebe Leser: Lasst am Tag des Kusses doch einfach Taten folgen.

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