Helmuth Kirch wurde in Bassum freundlich willkommen geheißen

Lebkuchenherzen für den Spendensammler

Helmuth Kirch erreichte am frühen Samstagnachmittag Bassum. Im Namen der Stadt begrüßte ihn die stellvertretende Bürgermeisterin Cathleen Schorling. Die Jugendlichen Fynn und Hannes kamen selbst mit ihren eigenen Ferguson, um sich Kirchs Traktor genauer anzusehen und auch eine kleine Spende zu übergeben.
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Helmuth Kirch erreichte am frühen Samstagnachmittag Bassum. Im Namen der Stadt begrüßte ihn die stellvertretende Bürgermeisterin Cathleen Schorling. Die Jugendlichen Fynn und Hannes kamen selbst mit ihren eigenen Ferguson, um sich Kirchs Traktor genauer anzusehen und auch eine kleine Spende zu übergeben.

Bassum – Passend zu seinem knallroten Trecker hatte Helmuth Kirch eine große rote Milchkanne dabei, als er auf seiner Tour quer durch Deutschland am Samstagmittag auf dem Parkplatz am Tierpark Petermoor in Bassum eintraf. In dieser knallroten Milchkanne sammelt der 65-Jährige Spendengelder für den Bundesverband Kinderhospiz. Für seine Sammelaktion fährt Kirch aus seinem Heimatort im Geestland bis nach St. Peter im Schwarzwald, wo der Bundesverband beheimatet ist.

In Bassum wurde der engagierte Treckerfahrer schon erwartet. Einige Menschen, die zuvor von der außergewöhnlichen Tour gehört oder gelesen hatten, waren pünktlich am Petermoor eingetroffen, um Kirch zu begrüßen. So kam etwa die stellvertretende Bürgermeisterin Cathleen Schorling, um Kirch im Namen der Stadt eine Spende zu übergeben. Auch der erste Vorsitzende des Schützenvereins von 1848, Uwe Drecktrah, ließ es sich nicht nehmen, einen Schein in die Milchkanne zu werfen. „Was Sie machen, finde ich gut! Es ist dermaßen klasse, wenn sich jemand in eine Sache so reinhängt“, lobte Drecktrah den Gast.

Die Jugendlichen Fynn (16) und Hannes (15) waren in erster Linie wegen Kirchs Trecker gekommen. Sie hatten von seiner Tour mit Zwischenstopp in Bassum in der Zeitung gelesen und ließen es sich nicht nehmen, den 165er Massey Ferguson genauer anzusehen. Stilecht kamen auch sie mit Fynns Oldtimer-Ferguson zum Schützenplatz. Einen Schein für die Spendenkanne hatten sie ebenfalls parat.

Zuckersüße Unterstützung erhielt Helmuth Kirch auch von den Schaustellerinnen Corinna Dormeier und Jessica Winter, die am Tierpark eine Zuckerbude betreiben. Sie schenkten dem Treckerfahrer spontan einen Karton voller Lebkuchenherzen, die dieser an potentielle Wohltäter weiterreichen durfte.

Kirch hat sich am frühen Samstagmorgen zum zweiten Mal auf eine Treckertour für einen guten Zweck begeben. Er startete in seinem Heimatort Flögeln im Geestland, um auf einer 855 Kilometer langen Tour nach St. Peter im Schwarzwald zu fahren. An insgesamt acht Stationen möchte er unterwegs Spendengelder sammeln und am Zielort dem Bundesverband Kinderhospiz übergeben.

In St. Peter wohnt eine Familie, deren Tochter 2016 an einem Hirntumor verstorben ist und die Kirch über Facebook kennen gelernt hatte. Lena verbrachte mehrere Aufenthalte in einem Kinderhospiz und auch ihr Wunsch, noch einmal an die Ostsee zu reisen, wurde ihr vom Bundesverband Kinderhospiz ermöglicht.

„Mich hat dieser Verein überzeugt“, begründet der ehemalige Koch und Konditor seine Entscheidung für Kinderhospizarbeit zu sammeln. „Die Kinder und Jugendlichen wollen leben, was zu leben ist und das in der Zeit, die ihnen bleibt. Der Verein unterstützt sie dabei“, erklärt Kirch. Zu Lenas Geschichte gibt es übrigens drei YouTube-Video unter dem Titel „Lenas Reise“.

Von Ute Schiermeyer

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