Helmut Rohde und Karl Segelhorst: Gründungsmitglieder der Apelstedter Wehr

Mit dem Trecker zum Einsatz

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Helmut Rohde (l.) mit der nur noch in Apelstedt getragenen Schirmmütze und Karl Segelhorst.

Apelstedt - Von Heiner Büntemeyer. Als kürzlich das neue Apelstedter Feuerwehrhaus eingeweiht wurde, waren mit Karl Segelhorst und Helmut Rohde auch zwei ehemals aktive Feuerwehrmänner anwesend, die neben Werner Wohlers und Fredy Hormann von den Gründungsmitgliedern der Wehr noch leben.

Sie beteiligten sich an der Führung durch das Haus, freuten sich über die geräumige Anlage und verglichen sie mit dem alten Gerätehaus, an dessen Bau und Erweiterung sie vor mehr als 60 Jahren beteiligt waren.

Sie erinnerten sich, dass bis 1951 der Feuerschutz in Apelstedt durch die Freiwillige Feuerwehr Bassum gewährleistet wurde. Auch drei Apelstedter Einwohner gehörten damals der Bassumer Wehr an. Aber Bassum war weit, das Unbehagen, ob die Löschmannschaft im Brandfall rechtzeitig in Apelstedt sein könnte, war immer vorhanden.

„As Hormanns Schüün 1951 brent hett, dar hebbt wi in Apelstedt uus eegen Wehr grünnt“, berichteten Helmut Rohde und Karl Segelhorst. Der damals noch eigenständige Apelstedter Gemeinderat war schnell überzeugt, zumal Bürgermeister Heinrich Andreas die Gründung aktiv unterstützte. Bei der Gründung verfügte die Apelstedter Feuerwehr sofort über 33 Aktive, die Heinrich Andreas zu ihrem Ortsbrandmeister wählten.

Weitgehend in Eigenleistung bauten sie ein Gerätehaus, in dem die neu beschaffte Tragkraftspritze untergestellt wurde. Bei einem Einsatz wurde der Trecker davor gespannt, der zuerst am Gerätehaus eintraf. Die Einsatzkleidung, Blaujacken und Helme, kauften die Feuerwehrmänner selbst. Dazu trugen sie Schirmmützen, wie Helmut Rohde sie zur Einweihungsfeier trug.

Im Dorf gab es damals zwei Sirenen, aber die Anzahl der Einsätze hielt sich in Grenzen. Etwa alle sieben Jahre mussten sie einmal ausrücken, erinnerten sich die beiden Veteranen. Aber dass sie eine schlagkräftige Gruppe bildeten, bewiesen sie schon ein Jahr nach der Gründung, als sie 1952 beim Kreis-Feuerwehr-Wettbewerb den ersten Platz belegten.

Aber nicht nur feuerwehrtechnisch waren sie gut in Form, sie konnten auch feiern. Das ehemalige Gasthaus Reineke war ihr Vereinslokal, wo sie ihre Versammlungen abhielten und sich nach jedem Einsatz und jeder Übung trafen. Wie diese Festlichkeiten verliefen, kann man heute nur ahnen.

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