Helmut Behrens gibt einen Bildkalender heraus / Im Oktober folgen weitere für Syke, Harpstedt, Hoya, Diepholz und Twistringen

Historische Ansichten aus Bassum und umzu

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Eines von zwölf Motiven: die frühere Wanderarbeitsstätte.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Helmut Behrens kann es nicht lassen, 3000 sind nicht genug. Erst am Sonntagabend hat er seinen Fundus an historischen Postkarten wieder vergrößert. Ein Sammler vom Dümmer See gibt Teile seiner Sammlung auf und inserierte in der Zeitung. Als Helmut Behrens davon las, konnte er nicht widerstehen. „Tatsächlich habe ich Karten gefunden, die ich noch nicht hatte“, freut er sich spitzbübisch.

Ganz seltene Exemplare seien dabei, unter anderem eine historische Postkarte von der kleinen Ortschaft Homfeld in der Nähe von Bruchhausen-Vilsen, datiert um die Jahrhundertwende.

Behrens sammelt seit 38Jahren Karten, hauptsächlich Motive aus Bassum. Da er aber auch viele Ansichten aus den umliegenden Orten hat, entschloss er sich, in diesem Jahr nicht nur einen Bildkalender für Bassum herauszugeben, sondern erstmalig auch Kalender für Syke, Harpstedt, Twistringen, Hoya, Diepholz und Barnstorf drucken zu lassen. Diese erscheinen im Oktober. Der Bassumer Kalender ist bereits früher fertig. Er kann am Sonntag beim Kreiskartoffelfest im Park der Freudenburg in Bassum für 18Euro erworben werden. Der Erlös geht an den Kultur- und Heimatverein Bassum. „Einige Aufnahmen wurden noch nie vorher veröffentlicht“, verspricht Behrens eine Premiere. Auf dem Titelbild ist die ehemalige Gaststätte Oldenburger Tor zu sehen. Weitere Ansichten sind unter anderem das Textilhaus Bohlmann aus den 50er-Jahren, die Bahnhofstraße sowie die frühere Wanderarbeitsstätte und spätere Landwirtschaftsschule an der Bremer Straße. „Dort fanden die reisenden Handwerker Unterschlupf“, weiß Behrens. Es war aber auch gleichzeitig ein Hospiz.

Der 72-Jährige kennt die Bassumer Geschichte wie kaum ein anderer und kann zu jeder Aufnahme Hintergründe und Anekdoten erzählen und Personen nennen. Dass beispielsweise genau hinter dem Hospiz ein kleiner Friedhof war, auf dem Kriegsgefangene begraben wurden, ist vielen heute unbekannt. „Die Toten wurden später umgebettet. Man hat sie in ihrer jeweiligen Heimat begraben“, weiß Behrens. Viele der Gefangenen waren am Bau der Lungenheilanstalt beteiligt. „Ursprünglich sollte das ein Lager werden. Aber als Bremen 1944 bombardiert worden ist, wurde auch ein großer Teil des Rote-Kreuz-Krankenhauses zerstört. Man verlagerte einen Teil der Klinik nach Bassum“, berichtet Behrens. So entstand die Heilanstalt, deren Ruf später weit über Bassum hinaus bekannt wurde.

Der Bassumer Kalender ist erhältlich beim Kreiskartoffelfest am Sonntag am Stand des Kultur- und Heimatvereins sowie bei Helmut Behrens, bei Eulenspiegel und bei Papier & Tinte.

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