Kein Nachfolger für den Vorsitzenden Werner Albers

Heimatverein: Fusion oder Auflösung

Dr. Ralf Vogeding (Mitte) eröffnete die Ausstellung „Pferd und Mensch auf dem Lande“. Daran hatte der Vorstand des Heimatvereins Neubruchhausen mit (v.l.) Albert Heitmann, Hajo Giesecke, Werner Albers und Mirco Schütte mitgearbeitet. - Foto: Büntemeyer

Neubruchhausen - Von Heiner Büntemeyer. Es habe viele erfolglose Gespräche gegeben, um einen Nachfolger für den Vorsitzenden des Heimatvereins Neubruchhausen, Werner Albers, zu finden, bedauerte sein Stellvertreter Mirco Schütte bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der alten Oberförsterei.

Daher werde der Vorstand zunächst im Amt bleiben und sich weiterhin intensiv um einen neuen Vorsitzenden bemühen. Als Alternative deutete Vize Schütte eine Fusion mit einem anderen Verein oder sogar die Auflösung des Heimatvereins an. Aber: „Das wäre schrecklich für unseren Verein und für Neubruchhausen.“ Die Wahl des neuen Vorstandes könnte sich bis zum Frühjahr 2017 verschieben.

Die Mitglieder hatten volles Verständnis für Albers' endgültigen Rücktritt, den er rechtzeitig angekündigt hatte. Er sei 1970 maßgeblich an der Vereinsgründung beteiligt gewesen und gehörte mit einer kurzen Unterbrechung ständig dem Vorstand an, erklärte er selbst. „Diese 46 Jahre waren eine schöne Aufgabe für mich, und es war ja wohl auch ein bisschen gut für Neubruchhausen“, betonte der Ehrenvorsitzende.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Albers unter anderem an die Verschönerung des Ortsbildes. „Manchmal kann man in Gesprächen Hinweise an einzelne Hausbesitzer geben, manchmal steckt so etwas auch an“, hieß es. Ein wichtige Rolle spielen seit sechs Jahren die „jung gebliebenen Alten“ des Vereins, die sich regelmäßig zu Verschönerungsarbeiten an den gemeindeeigenen Grundstücken treffen.

Namentlich nannte er Hermann Kleinschmidt, Klaus Masemann, Ewald Dannemann, Fritz Häfker, Hermann Voigt, Rolf Hansemann, Werner Heitmann, Peter Schütte, Wolle Voß sowie Jürgen Meineke, der als Mitarbeiter des Bassumer Bauhofes ebenfalls kräftig mit zupackt.

Diese Gruppe hat auch acht Ruhebänke entlang des von der Bassumer Agendagruppe neu entwickelten Wanderweges aufgestellt.

Der Arbeitskreis „Ortschronik Neubruchhausen und Freidorf“ arbeitet am zweiten Band, der voraussichtlich im November 2017 erscheint.

Den Kassenbericht legte Albert Heitmann vor. Dass der Verein „rote Zahlen“ schreibe, sei auch auf die Anschaffung der Ruhebänke zurückzuführen, so Heitmann.

Am 3. Oktober lädt der Verein die Bürger zur Herbstwanderung ein. Am 1. Advent wird mit dem DRK-Ortsverein ein Adventsnachmittag veranstaltet. Außerdem regte Gästeführerin Gerda Lüdeke an, die Bäume im Park der Oberförsterei mit Schildern zu versehen, die dem Betrachter etwas über die Art, das Alter und andere Besonderheiten verraten.

Im Anschluss an den offiziellen Teil eröffnete Sykes Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding die Ausstellung „Pferd und Mensch auf dem Lande in historischen Fotos von 1900 bis 1970“. Neun der rund 40 Fotos zeigen Neubruchhauser Motive, die Klaus Bergann kommentiert hat. „Bilder sind das eine – Sachzusammenhänge das andere“, bedankte sich Vogeding bei Bergann, denn erst dadurch würden die Bilder lebendig und als Zeitdokumente wertvoll.

Die Ausstellung ist noch am Wochenende, am 17. und 18.  September, jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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