KinderReich-Köchin feiert Jubiläum

„Heidrun ist der Fels in der Brandung“

Gute Laune zum Jubiläum: Seit 25 Jahren arbeitet Heidrun Brinkmann (M.) im Bassumer KinderReich. Kindergarten-Leiterin Hannelore Roitsch-Schöder und Erster Stadtrat Norbert Lyko gratulierten. - Foto: Jaursch

Bassum - Von Frank Jaursch. Jubel und ein Ständchen für die Köchin – wo gibt's denn sowas? Im KinderReich, dem städtischen Kindergarten an der Bürgermeister-Lienhop-Straße. Dort feierten die Mädchen und Jungen gestern das Arbeitsjubliäum einer ganz besonderen Küchenfee: Die Köchin Heidrun Brinkmann ist seit 25  Jahren für das KinderReich tätig – und längst zu einer Institution geworden.

Gestern nahm sie nicht nur die gesungenen Glückwünsche der Kinder, sondern auch viele Dankesworte entgegen – vom Ersten Stadtrat Norbert Lyko ebenso wie von ihrer Chefin, KinderReich-Leiterin Hannelore Roitsch-Schröder. Darin wurde deutlich, welchen Stellenwert Brinkmann einnimmt. Als „Fels in der Brandung“ oder Seelentrösterin, als Ratgeberin rund ums Essen. „Auch für Kolleginnen, die 'ne Diät machen“, schmunzelt Roitsch-Schröder.

Als sie 1991 ihre Tätigkeit im KinderReich aufnahm, war sie nur als Küchenhilfe angestellt, für eineinhalb Stunden täglich. Ihre Aufgabe: das gelieferte Essen portionieren, das Geschirr abräumen und waschen.

Als die Kita im Jahr 2001 eine eigene Küche erhielt, schlug Brinkmanns Stunde. Fortan war sie für die Verpflegung zuständig, sorgte für den guten Geschmack im KinderReich. Mit Know-how und ganz viel Herz.

Immer mal wieder lässt sie sich beim Mittagessen blicken, fragt „Schmeckt‘s?“ in die Runde. Der Kontakt zu den Kindern ist ihr immer enorm wichtig. „Ich hätte viele Möglichkeiten gehabt, den Kindergarten zu verlassen“, erklärt sie, „aber das kam nie wirklich in Frage. Ich brauche einfach das Leben um mich herum.“

Und das bekommt sie im Übermaß. Sie mag es, wenn Kinder mal bei ihr vorbeischauen und „Was gibt's zu essen?“ fragen. Dabei hat sich die Jubilarin ein ausgesprochen sonniges Gemüt bewahrt. „In all den Jahren habe ich sie noch nicht einmal schlecht gelaunt erlebt“, erklärt Erzieherin Trixi Rohloff lächelnd.

Nur einmal in all den Jahren ist wirklich etwas schiefgegangen. „Da ist mir die Milch übergekocht“, lacht Heidrun Brinkmann. An jenem Tag gab's keinen Milchreis im KinderReich, Brinkmann musste improvisieren.

Doch wie immer gab es schließlich für alle Mädchen und Jungen etwas Leckeres auf den Teller. Da muss Magie dahinter stecken: „Unsere Küche“, so sangen die Kinder der Bassumerin gestern, „ist dein Zauberreich.“ Und wird es, so hoffen es offenbar nicht nur ihre Kolleginnen, hoffentlich noch lange bleiben.

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