Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz prüft 60 Proben aus Bassum

„Haben sehr saures Wasser“

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Warten am Wassermobil. Harald Gülzow nimmt die Proben entgegen.

Bassum - Von Berthold Kollschen. Mit einem Wert von 106mg/l Nitrat lag eine Brunnenwasserprobe aus dem Bereich Fahrenhorst an der Spitze von insgesamt 24 sofort getesteten Proben, die Bürger aus Bassum und Umgebung am Donnerstagmorgen am Mobil-Labor des VSR-Gewässerschutzes abgegeben haben.

Weitere 36 Proben hat der Gewässerschutzexperte Harald Gülzow zur umfassenden Analyse mitgenommen.

„Wir haben hier in Bassum und Umgebung zum Teil sehr saures Wasser, von den Nitratwerten zunächst abgesehen“, stellt Gülzow fest. Das könne sich bei der Bewässerung von Gartenpflanzen sehr negativ auf den Wuchs auswirken, sagte er.

Auch sollte man das Wasser möglichst weder in Gartenteichen noch zum Baden in kleinen Pools verwenden.

Die meisten der gemessenen Nitratwerte bei den 24sofort getesteten Wasserproben lagen zwischen 50und 60mg/l bei einem in Deutschland festgelegten Maximalwert von 50mg/l.

Ziel sollte nach den Vorstellungen der Gewässerschützer eine Belastung von weniger als 25mg/l sein. Der Normalwert liegt bei 8mg/l.

Über eine Tendenz, bezogen auf die letzten vier Jahre, wollte sich Gülzow noch nicht äußern. Er möchte die Ergebnisse der abgegebenen Proben abwarten.

„Der gemessene Wert meiner Brunnenwasserprobe liegt mit 49,5mg/l gerade noch unterhalb der Maximalgrenze von 50mg/l“ berichtet Rolf Liesmann, der in Eschenhausen wohnt. „Vor 30 Jahren lag der Wert bei uns noch bei 220mg/l“, so Liesmann weiter, der den Landwirten in seiner Umgebung bescheinigt, mit dem Austragen von Gülle sehr umsichtig umzugehen.

Ein Bürger aus Katenkamp erinnert sich, dass im Jahre 1985 das Trinkwasser aus Brunnen noch 126mg/l Nitrat enthielt, was die Bewohner damals veranlasste, eine Wasserleitung in den abgelegenen Ort legen zu lassen, um ihre Gesundheit zu schützen.

Die ausstehenden Ergebnisse der Proben aus Bassum, die im Hause des VSR-Gewässerschutzes noch auf viele weitere Belastungen getestet werden, liegen in drei Wochen vor.

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