Vertreter der Stadt machen Babybesuche

„Hallo Baby“ bietet Neueltern Tipps

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Seit April bekommen Familien zur Geburt eines Kindes Besuch von Claudia Eichberger, Elsbeth Ruholl, Nadine Rohlfs, Henrike Gerling-Jacobs, Britt Merdon oder Claudia Hencke (v. l.).

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Seit April heißt die Stadt Bassum jeden neuen Erdenbürger persönlich willkommen. Frischgebackene Eltern erhalten beim Begrüßungsbesuch einen dicken Ordner mit Informationen rund um das Thema Kind und Familie.

Die zwei haupt- und vier ehrenamtlichen Besucherinnen haben außerdem ein Geschenk für den Säugling im Gepäck. „Wenn ein Kind geboren wird, ändert sich von einem auf den anderen Tag ziemlich viel im Leben einer Mutter, eines Paares oder einer Familie. Der Alltag verliert seine gewohnte Struktur, und oftmals stehen die jungen Eltern Fragen gegenüber, an die sie vorher noch keine Gedanken verschwendet hatten“, sagt Elsbeth Ruholl, Leiterin des Familienzentrums. 

Fragen könnten sein: „Wo beantrage ich Kindergeld?“, „Was mache ich, wenn mein Baby abends immer so unruhig ist?“, „Entwickelt sich mein Kind normal?“ und „Wo treffe ich in Bassum andere Eltern?“.

Antworten darauf gibt der eigens für Bassum zusammengestellte Ordner „Hallo Baby“. Die Idee geht auf Elsbeth Ruholl zurück. Sie gestaltete die Mappe zusammen mit Brit Merdon vom Familien- und Kinderservicebüro der Stadt.

Vier Ehrenamtliche in Besuche eingebunden

Die Besuche in den Familien übernehmen neben Ruholl und Merdon vier Ehrenamtliche – Henrike Gerling-Jacobs, Nadine Rohlfs, Claudia Hencke und Claudia Eichberger. Als Geschenk bringen sie ein Körnerkissen der Delmewerkstätten oder einen Ball für das Baby mit. Finanziert wird die Aktion je zur Hälfte vom „Landesprogramm Familien in Niedersachsen“ und der Stadt Bassum.

Der Ordner enthält die Rubriken Information und Beratung, Spiel und Freizeit, Alltag mit dem Baby, Unterstützung bei belastenden Situationen und die Rubrik Rund ums Geld. Ganz vorn im Hefter ist Platz für persönliche Unterlagen.

Enthalten sind zum Beispiel der Familienwegweiser der Stadt Bassum, ein Buch über das erste Lebensjahr, Entwicklung und Ernährung des Babys, Informationen zu Einrichtungen in Bassum, Betreuungs- und Freizeitmöglichkeiten. Auch je ein Gutschein für einen Hallenbadbesuch und für ein belegtes Brötchen mit Kaffee im Mütter-Kinder-Zentrum sind drin.

Knapp 50 Familien bisher besucht

Knapp 50 Familien haben bisher Besuch von den sechs Frauen bekommen. Angekündigt wird der Besuch vorher in einem Brief des Bürgermeisters, der im Namen der Stadt zum Nachwuchs gratuliert.

„Wir besuchen die Familien sechs bis acht Wochen nach der Entbindung“, erklärt Elsbeth Ruholl. Dann sei man nach den ersten spannenden Tagen wieder ein bisschen offen für Besuch, weiß die Sozialpädagogin. Wer keinen Besuch möchte, könne den Ordner auch bei der Stadtverwaltung abholen.

Die meisten aber freuen sich über das Angebot, erzählt Nadine Rohlfs. Gesprächsthemen seien schnell gefunden – „wir reden über den Ordner, manchmal gibt es auch konkrete Themen, wie das Betreuungsangebot in der Stadt Bassum oder Treffpunkte mit anderen Eltern“.

Eine Frage lautet oft: „Wie gehe ich mit den vielen Ratschlägen von Dritten um?“ Henrike Gerling-Jacobs berichtet: „Eine Mutter meinte einmal, es müsse diesen Ordner auch für Schwiegermütter geben. Dann könnte man bei gut gemeinten, aber veralteten Ratschlägen darauf verweisen.“

Den Ordner „Hallo Baby“ gibt es auch in anderen Sprachen, darunter englisch, russisch und türkisch. Bei Bedarf nimmt Elsbeth Ruholl zu einem Besuch auch eine Dolmetscherin mit. Sollten trotz aller Infos Fragen bleiben, können Eltern sich an Elsbeth Ruholl im Familienzentrum wenden.

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