THW Bassum überrascht Werner Brückner zum Jubiläum

Ein halbes Jahrhundert im Hilfsdienst

THW-Ortsbeauftragter Oliver Windhorst (links) und Mitglieder der THW-Jugend gratulierten Werner Brückner (zweiter von links) zur 50-jährigen Mitgliedschaft im THW und bedankten sich bei Margrit Brückner, die sein ehrenamtliches Engagement stets unterstützt hatte. - Foto: Büntemeyer

Bassum - Sein Eintrittsdatum in die THW-Ortsgruppe Bassum kennt Werner Brückner noch ganz genau: „Das war der 3. Juli 1966.“ Damals war er 17 Jahre alt, und der Ortsverband bestand erst seit knapp vier Jahren.

Das ist 50 Jahre her. Als Brückner aber am Sonnabend zum Übungsdienst gerufen wurde, dachte er gar nicht daran. Er wunderte sich nur, dass nichts klappte, und ging zusammen mit einigen Jugendlichen in das mit Andenken vollgestopfte Bassumer THW-Museum, das Werner Brückner angelegt hat. Es war seine Idee, diesen Raum einzurichten und auszustatten. Es sind seine Helme, seine Stiefel, seine Einsatz- und Ausgehbekleidung und Werkzeuge, die er im Laufe der Jahre getragen und benutzt hat. Mehrere Ordner – blau natürlich – sind gefüllt mit Zeitungsartikeln über das THW und mit den zahlreichen Zertifikaten, Urkunden und Zeugnissen über Lehrgänge, die er erfolgreich besucht hat, über seine Jubiläen und spektakuläre Einsätze.

Er war 1973 dabei, als in Mörsen ein Düsenjet abstürzte und eine Familie starb, baute 1983 den Bramstedter Glockenturm mit auf, und als 2002 die Elbe über ihre Ufer trat, war er auch zur Stelle um der Bevölkerung zu helfen. Dieser Einsatz wurde mit der „Hochwassermedaille“ gewürdigt.

Aber die meiste Arbeit für den THW erledigt er viel lieber als Teil des Teams. „Werner ist die gute Seele in unserem Ortsverband“, kennzeichnete Ortsbeauftragter Oliver Windhorst die Rolle, die Werner Brückner mittlerweile übernommen hat. Bei jedem Dienst ist er dabei, auch wenn in der Jugendarbeit Hilfe erforderlich wird, erledigt Werner Brückner dies zuverlässig.

Dass seine Kameraden am Sonnabend zum „Dienst für Werner“ erschienen waren, ahnte der Jubilar erst, als das Einsatzleitfahrzeug mit Blaulicht vorfuhr und seine Ehefrau Margrit ausstieg.

Plötzlich funktionierte der Dienst auch, alle Kameraden sowie die Mitglieder der Jugendgruppe bildeten einen Halbkreis um das Ehepaar, und wie von Zauberhand tauchten Geschenke und Blumen auf. Auch die Jugendlichen gratulierten und überreichten einen Kuchen mit der Zuckerguss-Aufschrift „Danke – 50 Jahre THW“.

Während seine Ehefrau lachte, weil sie ja darauf vorbereitet war, war Werner Brückner total überrascht und freute sich. Windhorst gratulierte ihm im Namen aller Mitglieder. Vor zehn Jahren hatte er ihm die Urkunde zum 40-jährigen Jubiläum überreicht. In diesem Jahr hatte er „nur“ Geschenke, denn die Urkunde erhält Brückner erst während einer offiziellen Ehrung in Hannover. Gefeiert wurde das Jubiläum anschließend mit einem gemeinsamen Grillfest. 

bt

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