'Ne halbe Million für Howie

Vorbereitungen für Bassum-Open-Air aufwändiger als im vergangenen Jahr

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Die Arbeitskräfte der Veranstaltungsfirma bauen Alu-Traversen zusammen, an denen Scheinwerfer, Lautsprecher und weitere Technik angebracht werden. All das in der Natur-Kulisse der Bassumer Freudenburg.

Bassum - Von Robin Grulke. Saga und Howard Carpendale am selben Wochenende in Bassum: „Das ist stressig“, gibt Oliver Launer zu bedenken. Denn wenn sich die Fans auf der einen Seite auf ausgelassene Konzertstimmung mit den Stars ihrer Jugend freuen, sorgen andere dafür, dass auf Künstler, Publikum und Sicherheitsvorschriften Rücksicht genommen wird. Ein Blick auf die Vorarbeit zum Bassum-Open-Air.

„Letztes Jahr war das ‘n Grillfest im Vergleich“, erzählt Launer. Er hat in seiner Zeit bei der Bassumer Freudenburg viele Konzerte veranstaltet und mitorganisiert, aber dieses Wochenende toppt alles.

Das neuste vom Neuen wird gebraucht

Das liegt vor allem daran, dass mit Howard Carpendale eine Show-Größe auf der Freudenburger Bühne stehen wird, wie sie Bassum noch nicht gesehen hat – zumindest, was die Ansprüche für Bühne und Technik angeht. Letztere ist, nachdem Launers Team die Wünsche von Carpendales Management erfüllt hat, „rund ne halbe Million Euro wert“, sagt Launer. Albert Hammond und Johannes Oerding waren 2016 schon mit Ausrüstung für 300.000 Euro zufrieden.

Beispielsweise forderte Carpendales Management In-Ear-Monitoring – und zwar das neueste vom Neuen. Damit kann der südafrikanische Schlagersänger auf der Bühne auf Lautsprecher verzichten, die auf ihn gerichtet spielen, was er selbst singt. Statt der üblichen Ausstattung hat Howie also nur einen Knopf im Ohr.

Oliver Launer (l.), Florian Werner mit dem Scheinwerfer B-Eye.

Wer die technischen Geräte zur Verfügung stellt, war indes nicht immer klar. Hat Oliver Launer für Oerding und Hammond noch nach Belieben einen Ausstatter wählen können, musste er nun verschiedene Angebote einholen. Vielleicht gibt es ja bei einem Anbieter nicht genügend Scheinwerfer, oder die Leistung der Lautsprecher reicht nicht aus. Schließlich fand sich mit der Veranstaltungsfirma Groh PA der passende Partner.

Dessen technischer Leiter, Florian Werner, ist dieser Tage vor allem rund um die Bühne der Freudenburg anzutreffen. Er weiß, was wohin gehört. Die Boxentürme – auch Bananen genannt, weil sie wie Bananen geformt den Klang nicht nur geradeaus, sondern auch nach unten liefern – stehen links und rechts neben der Bühne. Scheinwerfer vom Typ B-Eye lassen Sänger und Band erstrahlen.

Karten gibt es weiterhin an der Abendkasse

Damit dem nichts in die Quere kommt, ist der einzige Besuchereingang zum Bühnengelände die Holzbrücke hinter dem Verwaltungsgebäude. So können Gäste und Künstler getrennt voneinander das Gelände betreten. So lassen sich unerwünschte Autogramm-Anstürme vermeiden. Außerdem hat das 25-köpfige Securityteam immer ein Auge auf das Geschehen.

So schützen sie neben den Fans auch deren Stars wie Saga, Quo und Eloi Dias am Freitag und Howard Carpendale, Nadine Prinz und Nino de Angelo am Samstag. Jeweils ab 19 Uhr spielen sie für ihre Fans, die schon fleißig Tickets erstanden haben. 2200 Karten wurden bereits verkauft, sagt Launer. Und an der Abendkasse: „Klar, da gibt’s noch welche!“

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