Ins gute Licht gerückt

Bassum feiert Kartoffelfest mit 70 Akteuren

Das Angebot an der Freudenburg war vielfältig. Auch die Imkerei präsentierte sich am Sonntag. - Foto: Defort

Bassum - Von Anika Bokelmann. Brot, Suppe, Puffer, Schnaps und vegetarische Köfte – die Kartoffel war in nahezu allen Speisen vorhanden.

Aber auch als Symbol für die Sorgen der Menschen zog sich der Erdapfel im Rahmen des Gottesdienstes wie ein roter Faden durch die Auftaktveranstaltung des Tages der Regionen. Nicht umsonst wurde das zentrale Event rund um die Freudenburg in Bassum zum 16. Mal als Kartoffelfest gefeiert.

Dieses lockte bereits am Vormittag mit der plattdeutschen Andacht von Pastor Wiardus Straatmann zahlreiche Gäste zur Konzertmuschel. Musikalisch wurde der Open-Air-Gottesdienst, der die Liebe Gottes und den Umgang mit Mitmenschen zum Thema hatte, vom Posaunenchor begleitet. Nachdem sieben Kinder ihre Taufe und die Besucher den Segen erhalten hatten, eröffnete Bürgermeister Christian Porsch das Fest. „Wie wir miteinander umgehen und wie wir die Umwelt gestalten, prägt und verändert unsere Region“, griff Porsch Ansätze aus dem Gottesdienst auf und übertrug sie auf den Tag der Regionen.

Kartoffelmarkt in Bassum

„Regional – lokal – fair“ lautete wieder das Motto der Veranstaltung, bei der zahlreiche Akteure Produkte und Dienstleistungen aus der Region für die Region anboten. Eine breite Palette an Kunsthandwerk und Deko, Kulinarischem und Mitmachaktionen sowie Historischem hielten die rund 70 Anbieter an ihren Ständen rund um die Freudenburg bereit. „Wir sind total zufrieden und dankbar, dass sich hier alle ehrenamtlich für ihre Heimatregion einsetzen“, sagte Reinhild Olma.

Die federführende Organisatorin des Kreiskartoffelfestes lenkte bei einem Zwischenfazit am Mittag den Blick auf das umfangreiche Bühnenprogramm. Unter dem Dach der Konzertmuschel gaben sich Musiker und Schauspieler die Klinke in die Hand: Nach dem Auftritt der Jagdhornbläser der Bassumer Hegeringe folgte anlässlich des Reformationsjubiläums das Theaterstück „Maaaartin“ mit Franziska Vondrlik und Ralf Wosch. Anschließend gab es eine Qigong-Vorstellung sowie weitere Aufführungen heimischer Gruppen und Künstler mit Musik, Tanz und Feuershow.

„Wer weiter denkt, kauft näher ein“

An Vielfalt mangelte es dem Kreiskartoffelfest generell nicht. Das Essensangebot, das den Kürbis und die Kartoffel in den Mittelpunkt rückte, stellte die Besucher vor die Qual der Wahl: Kartoffelpuffer, Kartoffelsuppe und Flammkuchen ließen sich Jung und Alt ebenso schmecken wie die orientalischen Spezialitäten, die die Frauen der Bassumer Gruppe Hand in Hand mitgebracht hatten. Komplettiert wurde der Reigen der Köstlichkeiten von Honig aus der Region, Kürbisbowle sowie veganen Keksen und Crackern, die Peter Link aus Dinklage mitgebracht hatte.

Vertreter heimischer Vereine und Organisationen informierten, beispielsweise der Kreislandfrauenverband Hoya, das Kinderhospiz Löwenherz aus Syke, die Musikschule Bassum sowie die örtlichen Schulen beim Markt der Möglichkeiten. Im Verlies der Freudenburg gab der Kultur- und Heimatverein einen Einblick in die Bassumer Historie.

Mit Sackhüpfen, Kartoffellauf und Stockbrotbacken sprachen die Mitglieder der Landmaschinenfreunde Syke-Clues die jüngeren Besucher an. Ebenso zog das Spielangebot des Mittelalter-Vereins Bovelzumft sowie das Glücksrad der Bassumer Tafel Familien an. „Hier können wir die Region ins gute Licht rücken“, war sich Bürgermeister Christian Porsch sicher. Er rief zudem dazu auf, mit dem Einkauf vor Ort heimische Betriebe zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und die Regionalkultur zu unterstützen. „Wer weiter denkt, kauft näher ein“, so Porsch.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an

Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an

Erneuter Rückschlag für BVB - Bayern schließen auf

Erneuter Rückschlag für BVB - Bayern schließen auf

Artistisches Abschlusstraining

Artistisches Abschlusstraining

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Meistgelesene Artikel

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Sperrung könnte auch länger dauern“

Zeugen für Trunkenheitsfahrt in Barnstorf gesucht

Zeugen für Trunkenheitsfahrt in Barnstorf gesucht

Unfallflucht nach Kollision zweier Autos in Gessel

Unfallflucht nach Kollision zweier Autos in Gessel

Der neue Fantasyroman von Ireene Schaufuß: Fernweh inklusive

Der neue Fantasyroman von Ireene Schaufuß: Fernweh inklusive

Kommentare