Vom Piratenschiff zum Saloon

Gute Laune und kreativ gestaltete Wagen beim Albringhäuser Erntefest

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Auch die Kleinen haben beim Erntefest ihren Spaß. 

Albringhausen - Von Ute Schiermeyer. Auch wenn die Hitze und die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr zu starken Ernteeinbußen geführt haben: Am Samstag war die Sonne ein gern gesehener Gast auf dem Albringhäuser Erntefest. Bei herrlichem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen feierten die Dörfer Albringhausen und Schorlingborstel zusammen mit vielen Gästen aus Nachbardörfern das Erntefest.

Auch der prächtige Ernteumzug mit 29 liebevoll geschmückten Erntewagen war ein Höhepunkt des Festes, das die Feierlichkeiten zur 950 Jahr-Feier abrundete.

„So viele Erntewagen hatten wir noch nie, und so viele Wagen hat auch kein Erntefest in der Umgebung“, sagte Dennis Köhler, diesjähriger Erntekönig von Albringhausen in seiner Ansprache im übervollen Festzelt. 14 Erntewagen waren allein aus den eigenen beiden Dörfern dabei, 15 aus den Nachbardörfern. Darunter ganz traditionell geschmückte Wagen, die mit Ähren, Sonnenblumen, Kartoffeln und anderen Früchten verziert waren und auch einige ideenreich dekorierte Fahrzeuge.

Die einzelnen Gruppen hatten wieder mit viel Mühe Mottos ersonnen und ihre Anhänger geschmückt. Die originellen Ideen reichten vom Piratenschiff, über ein Telekom-Mobil bis hin zu einem Saloon. Mit dabei waren Wagen der Kinder aus beiden Dörfern, ein Pac-Man-Wagen und sogar der Weihnachtsmann.

Angeführt vom Wagen des Spielmannzugs schlängelte der Umzug im Schutz der Hallstedter Feuerwehr von Albringhausen über Schorlingborstel und letztlich zurück nach Albringhausen. Viele Dorfjugenden hatten zudem ihre eigene Musik dabei. Wummernde Bässe und schaukelnde Wagen zeugten von fröhlicher und ausgelassener Stimmung an Bord.

Erntefest in Albringhausen

 © Ute Schiermeyer
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Auf dem Hof Köhler wurde ein Zwischenstopp eingelegt. Dort enthüllte die Dorfjugend ihre liebevoll geschmückte Erntekrone, in deren Aura Erntekönig Dennis Köhler und Erntekönigin Julia Fieberg den ersten Teil des plattdeutschen Erntegedichtes aufsagten. Das Königspaar meisterte diese Aufgabe hervorragend. Auch den zweiten Teil des dreiseitigen Gedichtes präsentierten sie später im Festzelt auswendig und gut betont.

Es sei eine schlechte Ernte gewesen, betonte Pastorin Sandra Kopmann in ihrer Festrede. Einen Grund zum Danken gebe es trotzdem für jeden einzelnen. „Wir können danken, dass die Ernte nicht noch schlechter ausgefallen ist, dass wir feiern können und dass wir Nachbarn und Freunde haben“, meinte die Pastorin, die nach eigenen Worten am Samstag ihre Erntefest-Premiere hatte.

Nach dem Aufhängen der Erntekrone und dem Ehrentanz des Königspaares startete der Festball gemäß der letzten Zeile des Erntegedichts, die im Festzelt lauthals von etlichen Gästen mitgesprochen wurde: „Wer Dag för Dag sien Arbeit deiht, un jümmer op sien Posten steiht, un makt dat good un deit dat gern, de draff sick ok mal amüsieren.“

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